Content-Gold: Wie Verlage ihre Inhalte gewinnbringend vermarkten

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Paywalls, Online-Kioske, mobile Apps: Verlage probieren derzeit vieles aus, um mit ihren Inhalten zusätzliche Umsätze zu generieren und so den Rückgang des Printgeschäfts auszugleichen. Unsere Infografik zeigt, warum Paid Content hierzulande nicht der Königsweg ist und welche alternativen Modelle der Content-Vermarktung es gibt.

 

Paid-content-in-deutschland

2016 scheint das Jahr zu werden, in dem ein Umdenken in den Köpfen der Verleger einsetzt. Bisher setzten sie ihre Hoffnung vor allem auf Bezahlinhalte, um neue Erlösquellen zu erschließen. In Deutschland haben laut statista heute 113 Verlage unterschiedliche Arten von Paywalls im Einsatz. Doch die Ernüchterung ist groß, denn die Leser sind hierzulande offenbar nicht bereit für Verlagsinhalte im Internet zu bezahlen. Während das Geld für Musik bei mehr als der Hälfte der Nutzer locker sitzt, ist nur jeder Zehnte gewillt, auch für Nachrichten zu bezahlen. Das hat kürzlich eine Studie von DCI Publishing gezeigt.

Neue Vermarktungsmodelle

Paywalls bringen also nicht die erhofften Erlöse für die krisengeschüttelte Verlagsbranche. Doch was ist die Alternative? Wie bringt man seine Inhalte im digitalen Zeitalter möglichst profitabel unters Volk? Schließlich ist die Hälfte aller redaktionellen Inhalte länger als 2,6 Tage aktuell – und damit viel zu schade fürs Archiv.
An neuen Ansätzen zur Content-Monetarisierung mangelt es nicht: Online-Kioske wie Blendle und soziale Netzwerke wie Facebook versprechen Verlagen zusätzliche Reichweiten und Umsätze, wenn sie ihre Inhalte über ihre Plattformen vertreiben. Und mittlerweile sind Verlage auch bereit, solche Modelle zu testen. Das zeigt die aktuelle Studie des BDZV und der Unternehmensberatung Schickler: 48 Prozent aller deutschen Zeitungsverleger erwägen demnach, ihre Inhalte über so genannte Content-Aggregatoren zu vertreiben. Damit sind Anbieter wie Blendle gemeint, die bereits veröffentlichte Inhalte lizenzieren, vorselektieren und meist kostenpflichtig auf der eigenen Plattform erneut anbieten. Fast genauso viele Verleger (49 Prozent) wollen auf Content-Distributoren wie Facebook Instant Articles setzen, bei denen sie ihre Inhalte direkt über die Plattform veröffentlichen. 59 Prozent sind gewillt, beide Vermarktungsmodelle zu nutzen.

 

Trends in der Vermarktung von Content

Viele Verlage sehen gerade bei Facebook Instant Articles die Chance, darüber ein neues Publikum zu erreichen. Das Angebot, das ab April 2016 allen Verlagen offen steht, weckt aber auch Ängste: Einige Verlage befürchten, die ohnehin große Marktmacht von Facebook weiter zu stärken und sich von dem Unternehmen abhängig zu machen, wenn sie ihre Inhalte direkt über das soziale Netzwerk veröffentlichen.

 

 Die Alternative: B2B-Plattformen für Unternehmen

Zukunftsmarkt Business-to-Business

Bei der Nutzung von Aggregatoren und Distributoren haben die Verlage meist den Endkonsumenten als Abnehmer im Visier. Ein weiterer Absatzmarkt wird oft übersehen: die Unternehmen. Dabei ist hier der Content-Bedarf besonders groß. In Zeiten des Content Marketings benötigen sie aktuelle und nützliche Inhalte, um sich bei ihren Zielgruppen als Experten zu profilieren und Vertrauen aufzubauen. Die Mehrheit der Unternehmen verfügt allerdings nicht über die nötigen Ressourcen, um diese Inhalte selbst zu erstellen. Sie beziehen sie stattdessen aus externen Quellen: entweder direkt von Verlagen oder über neutrale Handelsplattformen für digitalen Content wie die Contiago Content Cloud, die als Marktplatz für Content-Produzenten und Content-Abnehmer dient.

Fazit:

In den Archiven der Verlage schlummern wahre Content-Schätze, die es zu heben gilt. Welches Erlösmodell das richtige ist, ist noch nicht entschieden. Hier wird jeder Verlag für sich die passende Lösung finden müssen. Fest steht jedoch, dass es an der Zeit ist, umzudenken: Unternehmen und Händler werden in Zeiten des Content Marketings zu Verlegern. Nun müssen auch Verleger zu Händlern werden. Nur so können sie die Chancen nutzen und durch Zweit- und Drittverwertung ihrer Inhalte tatsächlich Gewinne realisieren.

Infografik: Content-Gold – Wie Verlage ihre Archiv-Inhalte optimal verwerten

Content-Gold: Wie Verlage ihre Inhalte gewinnbringend vermarkten

 

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Contiago Team