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Wie können Verlage mit Trends in der Content-Vermarktung ihre Inhalte gewinnbringend verwerten?

Paid Content 4.0 –
BDZV-Studie: Zeitungsverlage entwickeln Content-Vermarktung weiter

Contiago Blog: Paid Content4.0 BDZV-Studie: Zeitungsverlage entwickeln Content-Vermarktung weiter. Bildinfo: Rawpixel.com/shutterstock.com

Zeitungsverlage bauen ihre Paid-Content-Angebote aus, die Vermarktungskonzepte bleiben jedoch dieselben. Wir werfen einen Blick auf die Ergebnisse der Trendstudie von BDZV und Schickler und wagen einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.

Erst kürzlich hat das EU-Parlament mit der Einführung des Leistungsschutzrechts die Position der Verlage gegenüber Mediengiganten wie Google und Facebook gestärkt. Damit ist die Grundlage gelegt, dass Verlage für journalistische Inhalte auch in der digitalen Welt einen fairen Ausgleich erzielen können. Doch damit das funktioniert, ist ein Umdenken erforderlich. Die Konzepte des klassischen Publishings funktionieren im digitalen Umfeld nur bedingt. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und die Unternehmensberatung Schickler haben für ihre Studie “Trends der Zeitungsbranche 2018” Entscheider aus deutschen Zeitungsverlagen befragt, wie sie die Herausforderungen meistern wollen.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie:

  1. Die Verlage verändern ihre Strukturen und bauen die „Organisation der Zukunft“ mit klar ausgerichteten Organisationsparadigmen.
  2. Die Verlage glauben an Paid Content. Jetzt folgt die zweite Phase der Optimierung der Angebote, u.a. durch strengere Regeln und Preisdifferenzierung.
  3. Die Verlage haben ein Universum an B2B-Kommunikationsangeboten aufgebaut und entwickeln sich zum 360-Grad-Dienstleister für ihre B2B-Zielgruppe.

Paid Content in Bewegung

Fast 80 Prozent der Verlage sehen laut BDZV-Studie eine hohe bis existenzielle Relevanz im Aufbau neuer Paid-Content-Angebote. Viele Medienhäuser haben bereits in den letzten Jahren Bezahlangebote im Netz eingeführt. Die Mehrheit setzt beim Bezahlmodell auf “Freemium” (68 Prozent), gefolgt vom “Metered”-Modell (22 Prozent) und der harten Bezahlschranke (9 Prozent). Optimierungspotenziale sehen Verlage vor allem in strengeren Regeln für ihr Bezahlmodell, einer stärkeren Preisdifferenzierung nach Zielgruppen und im Aufbau weiterer Produkte für Paid Content.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass sich in Sachen Paid Content in Verlagen etwas bewegt, allerdings beschränkt sich die Studie auf die Untersuchung klassischer Bezahlmodelle. Neuere Vermarktungsansätze wie etwa “Distributed Content”, also die Verbreitung von Inhalten über die Newsstreams von Facebook oder Google, werden nicht explizit abgefragt. Vielleicht weil dieses Modell für Verlage bisher nicht die erhofften Erfolge brachte. Über die Plattformen der Mediengiganten ließen sich zwar schnell Reichweitengewinne erzielen, diese mussten viele Verlage aber teuer bezahlen: Denn die Werbeeinnahmen auf ihren eigenen Portalen gingen stark zurück. Und spätestens als Facebook begann, die Sichtbarkeit von Verlagsinhalten in den Feeds seiner Nutzer systematisch einzuschränken, dürften viele Verlage erkannt haben, dass es sicherer ist, auf eigenen Füßen zu stehen.

Mehr zum Thema Distributed Content finden Sie hier im Blog:
Facebook für Publisher: Verlage auf dem Holzweg

Vermarktungskonzepte jenseits des Mainstreams

Verlage bewegen sich also gedanklich und operativ wieder stärker in Richtung Paid Content. Galt der Verkauf im Netz lange Zeit als unrentabel, stellen Verlage heute fest, dass Leser sehr wohl bereit sind, für Inhalte zu bezahlen. Vorausgesetzt, sie erhalten dafür einen spürbaren Mehrwert: erstklassig recherchierte Artikel, die auf das individuelle Interesse zugeschnitten sind, statt billig produzierte Massenware. Viele Verlage verfügen bereits über solchen hochwertigen Content, schöpfen jedoch das Potenzial nicht voll aus. Denn die klassischen Bezahlmodelle – Freemium, Metered und harte Bezahlschranke – sind nur die Spitze des Eisbergs, wenn es um optimale Wertschöpfung von Content geht.

Die Verlage haben erkannt, dass sie ihre Paid-Content-Strategie laufend optimieren und weiterentwickeln müssen. Das beinhaltet einerseits, vorhandene Bezahlmodelle zu verfeinern, zum Beispiel durch Preisdifferenzierungen für verschiedene Zielgruppen. Andererseits sollten Verlage über den Tellerrand ihrer eigenen Portale hinausschauen und neue Vertriebskanäle für ihren Content oder gar neue Geschäftsmodelle für ihre Kernkompetenzen entwickeln.

Das B2B-Geschäft ist für viele Verlage nicht neu, lässt sich aber mit neuen Angeboten weiter ausbauen. Über die Content-Syndication-Plattform von Contiago lassen sich beispielsweise Inhalte an B2B-Kunden lizensieren, die selbst Content-Angebote im Netz aufbauen wollen. Kleine und mittlere Unternehmen, die ihre Homepage attraktiv gestalten wollen, sind oft nicht in der Lage, selbst Content zu produzieren. Auch Verbände, die Themenportale für ihre Branche betreiben wollen, benötigen hierfür regelmäßig redaktionelle Inhalte, um nur zwei Beispiele für das Lizensieren von Content im B2B zu nennen.

Mehr zum Thema Content Licensing finden Sie hier im Blog: 
Warum Verlage jetzt auf Content Licensing setzen sollten

Fazit: Viel Luft nach oben

Im Ringen um Erlöse aus digitalen Inhalten ist in den Verlagen ein Umdenken gefragt. Klassische Paid-Content-Modelle sollten nicht nur laufend optimiert, sondern sinnvoll um weitere Instrumente der Content-Vermarktung ergänzt werden. Das B2B-Geschäft bietet hier neue Impulse, denn zahllose Unternehmen suchen händeringend nach hochwertigem Content, um sich im Netz mit einem interessanten Angebot zu positionieren. Fachverlage, aber auch Zeitungsverlage können hier mit ihrem Content und Know-how neue Absatzmärkte erschließen.

Infografik Fachverlag 4.0 – Chancen und Risiken auf dem Weg in die Zukunft

Fachverlag 4.0 – Chancen und Risiken auf dem Weg in die Zukunft

Der Übergang von Print zu Digital stellt Fachverlage vor große Herausforderungen. Denn durch die Digitalisierung gerät vieles in Bewegung: die Beziehung zwischen Verlag und Leser, die Art der Content-Distribution, Strukturen und Prozesse im Verlag, Produkte und Dienste, Technologien und sogar das Geschäftsmodell.

Ein Geschäftsmodell im Umbruch

Das heutige Geschäftsmodell vieler Fachverlage basiert auf den Grundprinzipien des klassischen Publishings. Verlage produzieren und bündeln Inhalte und vertreiben sie an ihre Abonnenten. Neben den Einnahmen aus dem Vertrieb generiert der Verlag Einnahmen aus dem Anzeigengeschäft und sonstigen Content-Dienstleistungen.

Geschäftsmodelle von morgen müssen deutlich flexibler auf die sich verändernden Anforderungen der Leser reagieren, indem sie neue Wege finden, sich in der Vielzahl von Angeboten als vertrauenswürdige Quelle für hochwertige Informationen zu behaupten. Publisher müssen sich den Anforderungen digitaler Konsumenten anpassen – beginnend bei der Planung, über die Distribution bis hin zur flexiblen Vermarktung von Inhalten.

Neues Geschäftsfeld durch Content Marketing

In Zeiten von Content Marketing und Co. treten immer mehr Unternehmen in den Wettbewerb um die Gunst der Leser ein. Zum einen als Anbieter von nutzwertigen Informationen, was sie zu Konkurrenten von Fachverlagen macht. Aber auch als Abnehmer von Fachinhalten, was für Verlage ein neues Geschäftsfeld eröffnet. Das Lizenzieren von Content an Unternehmen wird somit zukünftig eine wichtige Rolle im Erlösmix von Fachverlagen spielen.

Fachverlag-Digitale-Transformation-Infografik

Fachverlag 4.0 – Chancen und Risiken auf dem Weg in die Zukunft

Blendle, Instant Articles & Co: Mehr Erfolg mit großen Partnern

Blendle, Instant Articles & Co: Mehr Erfolg mit großen Partnern

Paywalls haben bisher nicht die erhofften Erlöse für die krisengeschüttelte Verlagsbranche gebracht. Doch was ist die Alternative? Wie verkauft man seine Inhalte im digitalen Zeitalter möglichst profitabel? Dieser Artikel gibt einen Einblick in die Geschäftsmodelle verschiedener Anbieter.

Allmählich wird es eng für Verleger: Die Einnahmen aus dem Printgeschäft bröckeln weiter, für den Digitalbereich haben ist das passende Geschäftsmodell noch nicht gefunden. Doch an neuen Ansätzen zur Content-Monetarisierung mangelt es dabei nicht. Online-Kioske wie Blendle und mobile Apps wie Facebook Instant Articles versprechen den Verlagen zusätzliche Reichweiten und Umsätze, wenn sie ihre Inhalte über ihre Plattformen vertreiben. Und viele Verlage sind mittlerweile auch bereit, solche Modelle zu testen. Das zeigt die Studie des BDZV und der Unternehmensberatung Schickler:  49 Prozent aller deutschen Zeitungsverleger wollen demnach auf Content-Distributoren wie Facebook Instant Articles setzen, bei denen sie ihre Inhalte direkt über eine externe Plattform veröffentlichen. Fast genauso viele Verleger (48 Prozent) erwägen, ihre Inhalte über so genannte Content-Aggregatoren zu vertreiben, die bereits veröffentlichte Inhalte auf einer eigenen Plattform erneut anbieten. 59 Prozent sind gewillt, beide Vermarktungsmodelle zu nutzen.

Trends in der Content-Vermarktung

Abbildung: Trends in der Content-Vermarktung

Besonders im Markt der Content-Aggregatoren ist einiges in Bewegung. Hier sorgt vor allem das Unternehmen Blendle, das mittlerweile eine beachtliche Zahl an Nutzern gewonnen hat, regelmäßig für Schlagzeilen. Daneben gehen immer wieder neue Plattformen an den Start und versuchen, sich ihr Stück vom Kuchen eines Marktes mit viel Potenzial zu sichern. Wie auch immer sich die einzelnen Angebote im Detail unterscheiden, der grundlegende Ansatz ist der gleiche: Aggregatoren lizensieren bereits veröffentlichte Inhalte, selektieren und sortieren sie und bieten sie – meist kostenpflichtig – auf der eigenen Plattform erneut an.

Im Folgenden schauen wir uns einige der Anbieter etwas genauer an.

Pocketstory

Pocketstory war der erste deutsche Online-Kiosk. Er ging für seine Leser im Mai 2015 online. Der Kiosk bietet über eine zentrale Plattform einzelne Artikel aus verschiedenen Magazinen, Zeitungen und Büchern zum Kauf an. Die Mindestlänge der Artikel beträgt 5.000 Zeichen. Somit sind keine News, sondern nur längere Reportagen, Essays und Fachartikel zugänglich. Nutzer können bei Pocketstory ein Interessenprofil anlegen, um Vorschläge für Artikel zu erhalten. Pocketstory hat sich zum Ziel gesetzt, das iTunes der Verlage zu werden. Derzeit sind die „Zeit“- und die SPIEGEL-Verlagsgruppe mit an Bord, sowie die Magazine „Emotion“, „Galore“ und „Mare“. Auch der Buchverlag Campus und die „Berliner Zeitung“ kooperieren mit dem Hamburger Startup.

Blendle

Blendle ist ebenfalls eine Art digitaler Zeitungskiosk. Er ging im September 2015 mit über 100 Titeln im Angebot an den Start. Die Leser können diese wie in einem echten Kiosk kostenlos durchstöbern und anlesen. Weckt der Artikel-Teaser Lust auf mehr, können sie den Beitrag für einen geringen Geldbetrag kaufen. Bei Nichtgefallen kann man die Artikel zurückgeben und erhält sein Geld zurück. Durch die Anbindung an soziale Netzwerke und die so genannten Blendle-Alerts können sich die Leser einzelne Artikel, etwa zu bestimmten Themen, empfehlen lassen. Darüber hinaus ist es möglich, anderen Nutzern zu folgen und zu sehen, welche Stücke von diesen empfohlen werden. Für den Eigenvertrieb bietet Blendle einen Bezahl-Button, den Verleger auf ihre Websites bauen können, um einzelne Artikel oder gleich ein Abo zu verkaufen.

Newscase

Die App Newscase hat sich auf das Personalisieren von Nachrichten spezialisiert, die über Tablet und Smartphone gelesen werden. Sie aggregiert derzeit Inhalte von rund 100 Zeitungstiteln. Leser können Ressorts und Titel favorisieren, z.B. Politik von der “Welt”, Lokales vom “Kölner Stadt-Anzeiger”. Zudem lassen sich Artikel nach Themen filtern, d.h. wird ein Begriff als Stichwort festgelegt, wandern dazu passende Artikel in die persönliche Zeitung. Zu den Newscase Kooperationspartnern zählen unter anderem der Axel Springer Verlag, Gruner + Jahr, die NZZ und DuMont. Newscase kann kostenlos genutzt werden, wobei dann nur Inhalte angezeigt werden, die auch kostenlos im Internet verfügbar sind. Das werbefreie Komplettangebot kostet 9,99 € im Monat. Newscase beteiligt die Verleger an Werbeeinnahmen und vergütet pro Aufruf eines Artikels.

Xing News

Das Karriere-Netzwerk bietet die so genannten News-Seiten, auf denen Publisher ihre Artikel mit den rund 15 Millionen Mitgliedern des Netzwerks teilen können. Um diese Inhalte zu erhalten, müssen Nutzer den Seiten allerdings aktiv folgen. Sie sehen dann das Vorschaubild und einen Auszug aus der Meldung. Mit einem Klick auf den Beitrag werden Leser zum Originalartikel weitergeleitet. Parallel dazu erscheinen die Artikel in Teilen auch in den entsprechenden Branchen-Newslettern und auf den Themen-News-Seiten. Dort werden die wichtigsten Nachrichten aus bestimmten Bereichen – beispielsweise Marketing und Werbung, Internet und Technologie oder Medien – aggregiert.

 

LinkedIn Pulse

LinkedIn entwickelt sich mit der Veröffentlichung von 7.000 Fachartikeln am Tag zu einer wichtigen Plattform für Wirtschaftsjournalismus. Ähnlich wie bei XING-News wird ein Teil der Artikel von einem Redaktionsteam selbst ausgewählt. Darüber hinaus werden aber auch Inhalte berücksichtigt, die im Social-Media-Bereich beliebt sind.

Google News

Google News ist eine Nachrichten-Website, die anhand von Algorithmen Nachrichten aus verschiedenen Quellen zusammenträgt. Durch die große Reichweite der angeschlossenen Suchmaschine zählt der Dienst zu einem der wichtigsten Aggregatoren, insbesondere aus Sicht der dort gelisteten Publisher. Google News aggregiert die wichtigsten Meldungen aus über 50.000 Nachrichtenquellen in verschiedenen Kategorien sowie auf einer Übersichtsseite. Ausgespielt werden sie in der Suche unter news.google.de. Um als Publisher gelistet werden zu können, muss ein Verlag grundlegende Anforderungen an journalistische Arbeitsweise und Qualität der Inhalte erfüllen.

Apple News

Bisher nur in den USA und Großbritannien verfügbar, aggregiert die mobile News-App von Apple aktuelle Nachrichten und liefert sie passend zu den individuellen Interessen der Nutzer aus. Apple News ist derzeit in Deutschland noch nicht verfügbar, soll aber Verlagen die Möglichkeit bieten, eigene Werbung in den Inhalten zu platzieren und an den Werbeeinnahmen über iAds zu partizipieren.

Facebook Instant Articles

Facebook Instant Articles ist eine mobile App, die seit April 2016 allen Publishern offen steht. Sie können darüber komplette Artikel, Fotogalerien und Videos in Facebook veröffentlichen.  Für den mobilen Nutzer ist das äußerst komfortabel, da Inhalte schneller geladen werden, eingebettete Videos automatisch starten, und er zum Lesen eines Artikels nicht mehr in den Browser wechseln muss. Die Verlage profitieren von der enormen Reichweite, befürchten aber gleichzeitig, sich abhängig zu machen, wenn sie ihre Inhalte direkt auf dem sozialen Netzwerk veröffentlichen. Denn Facebook kann Funktionen und Regeln jederzeit nach eigenem Gutdünken ändern. Außerdem könnte der Traffic auf den Webseiten der Publishern weiter sinken, weil Leser zu Facebook abwandern. (Mehr über Facebook Instant Articles in diesem Blogbeitrag.)

Trends in der Content-Vermarktung

Die Angebote im Vergleich

Fazit

Die Zahl der Plattformen zur Content-Vermarktung wächst. Aus Sicht der Verlage lassen sich die Anbieter derzeit in zwei Gruppen unterteilen: News-Kioske wie Blendle und Pocketstory sowie die neuen Apps Facebook Instant Articles und Apple News ermöglichen Erlöse über Paywall oder Werbung. Aggregatoren wie Xing News, LinkedIn Pulse und Google News bieten dagegen keine Möglichkeit zur Monetarisierung, dafür aber interessante Reichweiten, um neue Leser zu gewinnen. Welche Art von Distribution sich auf Dauer durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Verlage sind derzeit gut beraten, beide Richtungen in ihrem Vertriebsmix zu berücksichtigen.

Quellen:

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Whitepaper „Trends in der Content-Vermarktung“, das Sie hier herunterladen können.

Content-Vermarktung für Verlage – Whitepaper zur Monetarisierung digitaler Inhalte

Aufgeklappte Magazine

Trends in der Content-Vermarktung: Wie Verlage ihre Inhalte gewinnbringend verwerten

An Modellen für den Vertrieb von digitalen Inhalten mangelt es nicht: Paywalls, mobile Apps, Online-Kioske wie Blendle – vieles haben die Verlage schon ausprobiert. Doch die dringend benötigten Erlöse haben sie damit bisher nicht erzielt. Große Hoffnung ruht nun auf den Apps der Internetriesen Facebook, Google und Apple. Sie locken mit ihrer hohen Reichweite. Ob sie allerdings auch Umsätze bringen, bleibt abzuwarten. Denn die Bereitschaft der Leser, für redaktionelle Inhalte im Netz zu zahlen, ist gering. Ebenso die Akzeptanz für mobile Werbung.
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Content im Verband

Content-Offensive gegen den Mitgliederfrust

Content-Offensive gegen den Mitgliederfrust – Wie Verbände mit nützlichen Inhalten das Vertrauen ihrer Mitglieder zurückgewinnen und sich als Partner positionieren können.

Seit Jahren kämpfen Verbände, Interessenvertretungen, Parteien und Gewerkschaften gegen den Mitgliederschwund. Ein Trend, der nur schwer aufzuhalten scheint. Das ist fatal, denn hier geht es für viele Organisationen nicht nur um die eigene Daseinsberechtigung, sondern schlicht um die Existenz, wenn Mitgliedsbeiträge ausbleiben. Mitglieder zu gewinnen und zu halten gehört daher zu den zentralen Aufgaben einer jeden Mitgliederorganisation.

Nützliche Angebote überzeugen die Mitglieder

Erfolgreich in der Mitgliederakquise und -bindung sind heute vor allem jene Organisationen, die sich als Dienstleister und Partner verstehen: Sie kennen die Erwartungen und Bedürfnisse ihrer Mitglieder und entwickeln Services, die diese auf hohem, professionellem Niveau erfüllen. Dabei gilt: Je nützlicher und konkreter das Angebot ist, desto besser. Vor allem im Bereich der Marketingkommunikation gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wie Sie Ihre Mitglieder unterstützen können. Mögliche Inhalte sind hier:

  • Vorlagen für Broschüren, Mailings und Websites, die die Mitglieder für ihr Marketing verwenden können,
  • Internetseiten zu speziellen Themen, so genannte Microsites, die die Mitglieder in ihre eigene Website integrieren können,
  • Nachrichten aus der Branche, die die Mitglieder in ihre Homepage übernehmen können,
  • Material für gemeinsame Aktionstage und deren organisatorische Vorbereitung,
  • Handbücher, Leitfäden und Whitepaper zu unterschiedlichen Themen, beispielsweise zur Pressearbeit oder zur Durchführung von Veranstaltungen
  • Workshops und Seminare, in denen die Mitglieder Fähigkeiten und Know-how für ihre Arbeit erwerben können.

Um herauszufinden, was für Ihren Verband geeignete Angebote sein könnten, sollten Sie sich in Ihre Mitglieder hineinversetzen: Welche Themen interessieren sie? Was sind ihre Probleme im Alltag? „Wer seine Mitglieder erreichen will, muss nicht nur deren spezifische Interessen kennen, sondern auch die Lese- und Sehgewohnheiten“, sagt zu recht Anton Landgraf, leitender Redakteur „Amnesty Journal“, Deutsche Sektion Amnesty International. Nur wer diese kennt, kann gezielt darauf eingehen und sie mit passenden Inhalten bei ihren Aufgaben unterstützen. Sie können die Bedürfnisse Ihrer Mitglieder auch im Rahmen von Befragungen und Veranstaltungen ermitteln. So zeigen Sie ihren Mitgliedern, dass sie Ihnen wichtig sind.

Mehrwert bieten – und auch kommunizieren

Sie verfügen schon über ein gutes Angebot an Serviceleistungen? Dann ist es wichtig, die Mitglieder darüber auch umfassend zu informieren und ihnen den Nutzen ihres Engagements deutlich zu machen. Mehrwert schaffen und diesen kommunizieren – das gilt für jeden Verband. Als Kommunikationskanäle eignen sich unter anderem die Mitgliederversammlungen, die Mitgliederzeitschrift, der Email-Newsletter für die schnelle Informationsverbreitung sowie die Verbandswebsite als zentrale Anlaufstelle im Internet.

Mitgliederzeitschriften sind nach wie vor ein wichtiges Medium der Verbandskommunikation. Dennoch wandern viele ungelesen ins Altpapier oder werden nicht so beachtet, wie es sich mancher Hauptgeschäftsführer oder Kommunikationsverantwortlicher wünscht. Zudem stehen die Zeichen der Zeit auf Interaktion statt Ein-Weg-Kommunikation. Daher kommt der Verbandswebsite eine immer größere Bedeutung zu. Sie gilt es, zu einem Portal für Information und den Austausch mit Ihren Mitgliedern weiterzuentwickeln.

Das Verbandsportal als zentraler Content-Pool

Über eine Webseite lassen sich schnell und effizient unterschiedliche Personenkreise erreichen: Mitglieder informieren sich dort über das Verbandsgeschehen und greifen im Mitgliederbereich auf exklusive Informationen zu. Je nach Ausrichtung des Verbands nutzen Politiker, Journalisten oder Branchenexperten das Portal als Informationsquelle bei ihren Recherchen und zur Kontaktaufnahme. Und Nicht-Mitglieder werden hier auf die Leistungen des Verbands aufmerksam gemacht.

Entscheidend für ein Verbandsportal ist, dass es regelmäßig aktualisiert wird und so für die Zielgruppen attraktiv bleibt. Das kostet allerdings Zeit und Ressourcen, die viele Verbände nicht haben. Doch es gibt Lösungen, wie etwa die Content-Plattform Contiago, über die Sie sehr einfach aktuelle Nachrichten aus der Branche beziehen können, um damit Ihr Portal für Ihre Mitglieder attraktiver zu machen.
Auch ist es möglich, Informationen aus dem Verband, z. B. Handbücher oder Marketingmaterialien, über die Plattform schnell an alle angeschlossenen Mitglieder zu verbreiten.

Von einem solchen Newsfeed profitieren nicht nur Sie als Verband, sondern auch Ihre Mitglieder: Sie erhalten Zugriff auf hilfreiche Informationen, die sie im Alltag unterstützen. Zudem können sie die bereitgestellten Branchennews auch auf ihre eigene Website stellen, um sie für ihre Kunden attraktiv zu halten. Das kommt vor allem den kleinen und mittleren Unternehmen entgegen, die in Zeiten des Content Marketings vor neuen Herausforderungen stehen: Sie wollen ihren Endkunden nützliche Inhalte bieten, doch haben weder Budget noch Ressourcen, um diese selbst zu erstellen. Hier liegt Ihre Chance als Verband, sie mit solchem Content zu unterstützen und sich so als wertvoller Partner zu positionieren.

Ein Beispiel aus der Finanzbranche: Netfonds AG

Die Netfonds AG, einer der größten Maklerpools in Deutschland, setzt eine solche Content-Plattform bereits erfolgreich für die Netzwerkkommunikation ein. Die Plattform ist hier im Homepage-Baukasten des Unternehmens integriert. Wer diesen nutzt, kann aktuelle News aus der Branche schnell und einfach in die eigene Website integrieren. Die Inhalte werden über einen Newsfeed bereitgestellt und stammen von Fachmagazinen wie Euro oder Börse am Sonntag. Auch Netfonds selbst steuert Inhalte bei, um beispielsweise Produkt- und Marketinginformationen gezielt an seine Partner auszuliefern. Diese können die Inhalte für ihren Vertrieb nutzen. Davon profitiert das Netzwerk als Ganzes: Kampagnen werden im Sinne der Marke Netfonds durchgeführt und der Wissensaustausch stärkt die Mitgliederbindung.
Mehr über den Einsatz der Contiago-Plattform bei Netfonds erfahren Sie in der Case Study, die Sie hier herunterladen können.

Fazit:

Wer als Verbandsmanager erfolgreich Mitglieder binden will, sollte ihnen Inhalte und Services anbieten, die im Alltag nützlich sind. Entwickeln Sie deshalb Ihre Website zu einem Verbandsportal weiter, das sowohl ein Ort für den Austausch mit Ihren Mitgliedern ist als auch zentrale Content-Plattform, um Inhalte für Ihre Mitglieder und deren Internetseiten bereitzustellen. So schaffen Sie eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Sowohl die Webseite Ihrer Mitglieder als auch Ihre eigene bleiben aktuell, und der enge Wissensaustausch stärkt das Wir-Gefühl.

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B2B Content Handel – Wie Verlage ihre Inhalte an Unternehmen vermarkten können

B2B Content Handel

Der Content Marketing Trend bietet Verlagen, Verbänden und Unternehmensnetzwerken die Chance, ihre Inhalte an neue Zielgruppen zu vermarkten: Website-Betreiber benötigen heute regelmäßig hochwertigen Content und sind im Gegensatz zu Endkunden auch bereit, dafür zu zahlen. Über Handelsplattformen für digitalen Content steigen Verlage besonders bequem in den B2B Handel ein.

Die Verlagsbranche befindet sich seit einiger Zeit im Umbruch

Auflagen und Abonnementenzahlen von Printprodukten sind rückläufig, digitale Medien gewinnen an Bedeutung. Viele Verlagshäuser haben ihr Portfolio daher um digitale Angebote ergänzt, suchen aber noch nach geeigneten Erlösmodellen, um damit auch schwarze Zahlen zu schreiben. Werbeeinnahmen reichen hier nur bei den wenigsten aus. Und auch mit Paid Content lassen sich noch nicht die nötigen Umsätze erzielen. Denn die Bereitschaft der Leser, für digitale Inhalte zu zahlen, ist noch gering. Die Verlage suchen daher nach neuen Wegen, um ihre Inhalte gewinnbringend zu vermarkten. Ein möglicher, lukrativer Absatzmarkt sind dabei Website- und Portalbetreiber.

Content Marketing als Chance für Verlage

Unternehmen benötigen heutzutage regelmäßig gute Inhalte für ihre Webseiten. In Zeiten des Content Marketing müssen sie ihren Zielgruppen nützliche Informationen anbieten, um sich als Experten zu profilieren und Vertrauen aufzubauen. Auch für ein gutes Ranking in den Suchmaschinen sind aktuelle und hochwertige Inhalte heute unverzichtbar. Daher investieren die Marketingabteilungen der Unternehmen verstärkt in professionellen, redaktionellen Content. Große Konzerne bauen eigene Redaktionsteams auf, um diese Inhalte selbst zu erstellen. Doch die Mehrheit der Unternehmen besitzt dafür nicht die nötigen Ressourcen. Sie beziehen ihre Inhalte stattdessen aus externen Quellen: entweder direkt von Verlagen oder über neutrale Handelsplattformen für digitalen Content.

Verlagslösungen sind oft aufwändig und unflexibel

Viele Verlage haben auf den gestiegenen Content-Bedarf der Unternehmen bereits reagiert und bieten ihre Inhalte über spezialisierte Tochtergesellschaften zum Kauf an. So zum Beispiel die Axel Springer Syndication GmbH, die Inhalte aus den Axel Springer Publikationen vertreibt, oder der Thieme-Verlag, der seine medizinischen Fachinhalte an Business-Kunden verkauft. Einige Verlagshäuser bieten sogar spezielle Baukastensysteme für Homepages an. Damit können beispielsweise Ärzte einen eigenen Internetauftritt einrichten, der dann automatisch mit aktuellen News aus dem Verlagsprogramm gespeist wird. Auf diese Weise erhalten Unternehmen zwar Zugriff auf professionelle Inhalte, doch haben solche Baukastensysteme den Nachteil, dass man auf das Angebot des jeweiligen Verlags beschränkt ist. Zudem sind solche Verlagslösungen meist nicht kompatibel mit gängigen CMS: Wer das Angebot nutzen will, muss einen komplett neuen Internetauftritt einrichten. Der Aufwand für die Implementierung und die damit verbundenen Kosten sind meist hoch.

Die Alternative: Neutrale Handelsplattformen für digitalen Content

Verlags- und Netzwerklösungen werden den Bedürfnissen der Website Betreiber somit oft nicht gerecht. Diese benötigen flexible, kostengünstige Lösungen, die sich leicht in bestehende Systeme integrieren lassen und die Möglichkeit bieten, Inhalte an die Bedürfnisse ihrer Zielgruppe anzupassen. Eine sinnvolle Alternative bieten hier Handelsplattformen wie Contiago, die sich auf „Content-Syndication“, also den Handel von Inhalten und deren mehrfache Verwertung, spezialisiert haben. Diese Plattformen decken ein breites Spektrum an Themen ab. Über einen Content-Feed beziehen die Unternehmen ihre Inhalte und können dabei individuell entscheiden, was sie in ihre Website übernehmen wollen und was nicht. Mittels Plugin werden die ausgewählten Beiträge direkt in die Website eingebunden. Das reduziert den Arbeitsaufwand für den Abnehmer deutlich. Für eine hohe Akzeptanz sorgt auch die zugrundeliegende Technik: Das für die Nutzung der Plattform nötige Schnittstelle ist mit allen gängigen Content-Management-Systemen kompatibel.

Chancen des B2B-Handels für Content-Anbieter

Verlage, Verbände und Unternehmensnetzwerke verfügen über einen riesigen Fundus an professionellen Content, der für kommerzielle Websitebetreiber von Interesse ist. Der B2B-Handel gibt ihnen die Gelegenheit, in einem dynamischen Markt durch Zweit- und Drittverwertung ihrer Inhalte Gewinne zu realisieren. Die Nutzung neutraler Handelsplattformen ist dabei auch für sie äußerst bequem, da sie durch den Content Händler bei der Verbreitung ihres Contents unterstützt werden, etwa durch Nachfragebündelung, Rights Clearing, technische Dienstleistungen und Marketing. Damit erhöht sich die Markt- und Markenpräsenz der Verlage erheblich, da die Inhalte von einem breiten Kundenspektrum wahrgenommen werden.

Die Vorteile von Contiago für Content-Anbieter im Überblick:

• Die Zweit- und Drittverwertung redaktioneller Inhalte bietet neue Umsatzpotenziale.
• Sie erhalten wertvolle Insights über die Nutzung des Contents.
• Ihre Urheberrechte bleiben jederzeit gewahrt.
• Sie steigern ihre Markenbekanntheit und erreichen neue Zielgruppen.
• Geringe Kosten erleichtern den Einstieg in die B2B-Content-Vermarktung.
• Standardtechnologien ermöglichen einen problemlosen Datenaustausch und eine schnelle Implementierung,

Handelsplattformen für digitalen Content bieten Verlagen somit viel Potenzial, um neue Absatz-wege zu erschließen.

Hier erfahren Sie mehr über die Vorteile von Contiago für Verlage.

Infografik „Content-Mixologie“: Inhalte für die Webseite intelligent verbinden

Die DNA von erfolgreichem Content

Nicht alle Inhalte für das Content Marketing müssen aus dem eigenen Haus kommen. Die Content-Mixologie zeigt, auch Content von Dritten können Sie verwenden, um die Aufmerksamkeit und das Vertrauen Ihrer Zielgruppen zu gewinnen. Was dabei zu beachten ist, wenn Sie fremde und eigene Inhalte kombinieren, haben wir in unserem letzten Blogbeitrag „Der richtige Content-Mix“ gezeigt.

Ergänzend dazu finden Sie hier eine Infografik für die richtige Content-Mixologie, die die wichtigsten Informationen noch einmal zusammenfasst.

Contiago_Infografik_Content_Strategie

Contiago Infografik Content Strategie

 

Der perfekte Content-Mix

Lizensierter Content bietet viele Vorteile. Er sollte jedoch nicht Ihr komplettes Content Angebot ausmachen. Für das optimale Content Erlebnis braucht es ebenso selbst produzierte und kuratierte Inhalte. Denn nur in Kombination können Sie die jeweiligen Potenziale voll ausschöpfen. Den größten Raum sollten Sie immer den eigenen Inhalten einräumen. Idealerweise machen Sie die eine Hälfte Ihrer Inhalte aus, die beiden anderen Content-Typen zusammen die andere Hälfte.

 

Die komplette Grafik finden Sie hier als Download.

Der richtige Content-Mix: Wie Sie eigene, abonnierte und kuratierte Inhalte sinnvoll verbinden

Der richtige Content-Mix: Wie Sie eigene, abonnierte und kuratierte Inhalte sinnvoll verbinden

Wer potenzielle Kunden überzeugen will, muss ihnen nützliche Inhalte bieten. Dazu eignen sich selbst erstellte Inhalte ebenso wie Content von Dritten, der abonniert oder kuratiert wird. Wir zeigen Ihnen, welche Inhalte wann sinnvoll sind und wie Sie sie richtig kombinieren.

Die Vorteile des Content Marketing sind mittlerweile bekannt: Mit Inhalten, die nützlich, leicht konsumierbar und aktuell sind, gewinnen Sie die Aufmerksamkeit und das Vertrauen potenzieller Kunden. Da ist es kaum verwunderlich, dass der Bedarf an hochwertigen Inhalten rasant steigt. Mehr als drei Viertel aller B2C Unternehmen plant, 2016 mehr Content zu produzieren als im vorigen Jahr, so das Ergebnis einer US-Studie. Gleichzeitig fühlen sich viele KMU genau damit überfordert: Sie haben weder die Zeit, selbst regelmäßig Content zu erstellen, noch die finanziellen Mittel, um Texter oder Agenturen zu beauftragen. So steigen viele erst gar nicht in das Thema ein. Oder geben nach ein paar Wochen enttäuscht auf, weil eine Handvoll von Veröffentlichungen nicht die erhoffte Wirkung zeigen. Dabei gibt es noch andere Content-Quellen, aus denen Unternehmen mit wenig Aufwand schöpfen könnten.

Content-Quellen: Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Nicht alle Inhalte für das Content Marketing müssen aus dem eigenen Haus kommen. Auch Content von Dritten können Sie verwenden, vorausgesetzt Sie beachten einige Regeln.
So lassen sich für Content Marketing Aktivitäten auch Inhalte nutzen, die andere Unternehmen und Branchenexperten veröffentlichen. Content Curation nennt man diese durchaus gängige Praxis: Dabei sammelt man Inhalte aus verschiedenen Quellen, bereitet sie auf und stellt sie seinen Lesern wieder zur Verfügung. Durch das Kuratieren zeigen Sie, dass Sie sich in Ihrem Themengebiet auskennen, bieten Ihrer Zielgruppe einen echten Mehrwert und steigern Ihre Reichweite. Wichtig dabei: Nennen Sie stets die Quelle der Inhalte und binden Sie am besten einen Link zum Original ein.
Neben selbst erstellten und kuratierten Inhalten bietet sich als dritte Quelle auch Content von Verlagen und freien Redakteuren an, beispielsweise Artikel aus Magazinen, Online-Portalen und Blogs. Diesen können Sie über Handelsplattformen wie Contiago einfach lizenzieren bzw. abonnieren und mit wenigen Klicks in Ihre eigene Internetseite übernehmen. Ein solches Content-Abonnement ist gerade für KMU und Startups eine gute Möglichkeit, kostengünstig ins Content Marketing einzusteigen. Mit minimalem Aufwand halten sie ihre Website aktuell und bieten ihren Lesern einen Mehrwert.

Content lizenzieren – so funktioniert’s

Auf Content-Marktplätzen bieten Verlage, Redakteure, Agenturen und Blogger ihre Inhalte an, die Unternehmen und Netzwerke erwerben können. Letztere wählen dazu einfach die zu ihren Kunden passenden Themen aus und binden die Inhalte über ein Plugin in ihre Website, ihr Intranet oder einen Newsletter ein. Um die Nutzungsrechte und deren Abrechnung kümmert sich der Marktplatz. Den Preis für die Inhalte bestimmt der Produzent, doch da es eine große Anzahl an Abnehmern gibt, bleiben die Kosten für den Einzelnen gering.

Contiago – der Marktplatz für Web-Content

Contiago – der Marktplatz für Web-Content

Die angebotenen Inhalte umfassen in der Regel nicht nur reinen Text, sondern auch Bilder und Videos. Zudem können die Content-Abnehmer selbst bestimmen, welche Inhalte veröffentlicht werden sollen und welche nicht.

Der perfekte Content-Mix

Content im Abo bietet Unternehmen viele Vorteile. Er sollte jedoch nicht Ihr komplettes Content-Angebot ausmachen. Für das optimale Content-Erlebnis braucht es ebenso selbst produzierte und kuratierte Inhalte. Denn nur in Kombination können Sie die jeweiligen Potenziale voll ausschöpfen. Jeder der drei Content-Typen hat eigene Stärken und trägt so auf seine Art zum Nutzererlebnis, der Customer Experience, bei:

Selbst erstellte Inhalte …

  • zeigen Ihre Expertise
  • sind authentisch und haben eine individuelle Note
  • sind erste Wahl, wenn es um das Generieren von Leads geht (z.B. wenn Website-Besucher Ihren Newsletter abonnieren oder ein Whitepaper  herunterladen)
  • sind „unique“ Content, der sich positiv auf das Suchmaschinenranking auswirkt

Lizenzierte Inhalte …

  • sorgen dafür, dass Ihre Website mit wenig Aufwand aktuell bleibt
  • sind von hoher Qualität, da sie von Fachredakteuren erstellt werden
  • sind absolut werbefrei und daher vertrauenswürdig
  • können automatisiert veröffentlicht werden

Kuratierte Inhalte …

  • zeigen Ihren Lesern, dass Sie sich in Ihrem Thema auskennen
  • tragen dazu bei, Ihre Reputation als vertrauenswürdige Quelle aufzubauen
  • bieten enormes Potenzial für den Netzwerkaufbau in sozialen Medien
  • verbessern das Google-Ranking zu relevanten Keywords
  • sind, sofern sorgfältig und von Hand ausgewählt, von hoher Qualität

Den größten Raum sollten Sie immer den eigenen Inhalten einräumen. Idealerweise machen Sie die eine Hälfte Ihrer Inhalte aus, die beiden anderen Content-Typen zusammen die andere Hälfte.

Mit selbst produzierten, lizensierten und kuratierten Content zum richtigen Content-Mix

Mit selbst produzierten, lizensierten und kuratierten Content zum richtigen Content-Mix

 

Fazit:

Jede Content-Art hat ihre Vorteile: Mit abonnierten Inhalten schaffen Sie ohne großen Aufwand eine aktuelle und attraktive Website, mit eigenen Inhalten setzen Sie sich von der Konkurrenz ab, mit kuratierten Inhalten zeigen Sie Expertise und bauen Reichweite auf. Um Ihren Kunden ein optimales Content-Erlebnis zu bieten, sollten Sie alle drei Arten kombinieren.

Erfolgsmodell Content Syndication – Apple und Facebook machen es vor

Erfolgsmodell Content Syndication – Apple und Facebook machen es vor

Content hat sich zu einer echten Leitwährung im Internet entwickelt, wenn es darum geht, die Gunst von Kunden und Suchmaschinen zu gewinnen. Content Marketing ist das neue SEO – und noch viel mehr: Content mausert sich vom Kommunikationsvehikel zu einem vollwertigen Produkt im Marketing-Mix von Unternehmen. Da verwundert es kaum, dass der Bedarf an hochwertigen Inhalten geradezu explodiert. Doch nur wenige Unternehmen sind in der Lage, diesen Bedarf mit ihren eigenen Ressourcen zu decken.

Immer mehr Unternehmen erkennen die Potenziale, die diese Entwicklung mit sich bringt, und setzen auf Content als neuen Umsatzbringer. So kooperieren beispielsweise Konzerne wie Apple und Facebook seit neuestem mit großen Verlagshäusern, um ihren Kunden redaktionelle Inhalte auf hohem Niveau bieten zu können.

Apple und Facebook setzen auf Verlagsinhalte

Bei Facebook nennt sich das Angebot „Instant Articles“: User können darüber Artikel von diversen Verlagshäusern wie Spiegel Online, Bild, New York Times oder BBC News direkt in der Facebook-App abrufen und in den sozialen Medien teilen. Für die Medienhäuser ergeben sich dadurch zahlreiche Vorteile: Sie erhalten Werkzeuge, um ihre redaktionelle Inhalte für ein optimales Leseerlebnis mit der Facebook-App anzupassen. Zudem können Sie über Werbung innerhalb der Artikel zusätzliche Einnahmen generieren und die Nutzung ihrer Inhalte konkret messen.

Auch Apple setzt ab Herbst ganz auf Verlagsinhalte. Dann startet zunächst in den USA und Australien die personalisierbare App „Apple News“, die den Usern anhand der Nutzerinteressen relevante Inhalte vorschlägt. Diese können dann mit einem Klick in den sozialen Medien mit Freunden geteilt oder für später gespeichert werden. Renommierte US-Verlagshäuser wie New York Times, Time, CNN, Bloomberg, Condé Nast sind als Content-Lieferanten von Anfang an mit dabei.

Große Chancen für Verlage

Das Beispiel Facebook App zeigt, dass auch hierzulande erste Verlagshäuser die Trends der Zeit erkannt haben und sich für neue Erlösmodelle öffnen. Denn die eigenen Inhalte ausschließlich über eigene Kanäle gewinnbringend zu vermarkten, wird für sie zunehmend schwieriger. Zumal viele Verlagshäuser den Sprung in die digitale Welt noch nicht wirklich geschafft haben. Sie werden sich in Zukunft zwei wesentlichen Trends stellen müssen:

1.    Unternehmen werden durch Content Marketing selbst zu Publishern und treten in direkte Konkurrenz mit Verlagen.
2.    Unternehmen benötigen zunehmend mehr Inhalte für ihr Content Marketing und sind auf die Inhalte von Content-Lieferanten angewiesen.

Gerade letztere Entwicklung bietet für Verlage große Chancen. Hier schafft das Prinzip Content Syndication, wie es Apple und Facebook derzeit im großen Stil entwickeln, völlig neue Perspektiven: Unternehmen und Netzwerke können den steigenden Bedarf ihrer Kunden an hochwertigen Inhalten bedienen, ohne selbst Content produzieren zu müssen. Für Verlage erschließen sich neue Vertriebskanäle für ihre bestehenden redaktionellen Inhalte. Content-Makler wie Contiago bilden dabei das Bindeglied zwischen Verlagen und Unternehmen und liefern die nötige Technik für die Distribution und Veröffentlichung von Verlagsinhalten.

Fest steht: Content Syndication bekommt mit Apple News und Facebook Instant Message eine neue Qualität in der Publishing-Welt. Auch einige deutsche Fachverlage haben das Potenzial bereits erkannt und erschließen sich mit der Zweit- und Drittverwertung ihrer Inhalte neue Erlösmodelle.

Beispiel Finanzbranche

Finanz-Verlage erreichen über Content Syndication auf einen Schlag bis zu 5.000 Finanzberater und deren Kunden. Möglich macht dies eine Kooperation zwischen dem Content-Vermarkter Contiago und der Netfonds AG, einem der größten Maklerpools Deutschlands. Die Inhalte stammen von Content-Partnern wie dem Finanzen Verlag, dem FondsNews-Magazin und freien Redakteuren.

In verschiedenen Fällen ist Contiago als neutrale Handelsplattform die Basis für Content Syndication: Über die technische Infrastruktur lassen sich die Inhalte einfach und bedarfsgerecht austauschen. In einem dynamischen Markt können Verlage so durch Zweit- und Drittverwertung ihrer Inhalte zusätzliche Gewinne realisieren. Die Nutzung der Content-Plattform gestaltet sich für sie dabei äußerst komfortabel, da Contiago sie mit Nachfragebündelung, Rights Clearing, technischen Dienstleistungen und Marketing bei der Verbreitung ihres Contents unterstützt.

Erfahren Sie hier mehr über das Angebot von Contiago für Verlage.

Der Faktor Mensch – Hemmschwellen und Hürden in der digitalen Kommunikationskette

Der Faktor Mensch – Hemmschwellen und Hürden in der digitalen Kommunikationskette

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die große Taten bremsen oder neue Technologien zum Scheitern bringen.

In unserem speziellen Fall hat es uns die Augen für die tatsächlichen Bedürfnisse des deutschen Mittelstandes und des Handels im Bezug auf das Internet geöffnet und nachhaltig das Konzept und die Programmierung von Contiago beeinflusst. Aufgrund der vielfältigen Marktanforderungen ist jedes Unternehmen nahezu verpflichtet, im Internet vertreten zu sein. Die Pflege und Aktualisierung verschlingt aber schnell Ressourcen, die sehr wenig oder gar nicht verfügbar sind. In unserem konkreten Beispiel geht es um einen sehr großen international tätigen Konzern, der mehrere Tausend – zum Teil unabhängige – Berater und Vertriebspartner beschäftigt.

Monat für Monat werden an die hundert Produkt- und Marketinginformationen in Form von Newslettern, Mails oder Datenblättern an die Partner übermittelt oder über das hauseigene Intranet bereitgestellt: Content, der den Vertrieb ankurbeln und die Vertriebspartner unterstützen soll. Aufgrund dieser Datenflut gingen wir davon aus, dass genügend Inhalt/Content vorhanden ist, um auch die Internetseiten der Vertriebspartner durch informative Texte mit Leben zu füllen. Leider wurden wir bei einer genaueren Analyse von mehreren Internetauftritten von der Realität eingeholt.

Die Seiten enthielten lediglich Informationen zum Unternehmen, die Ansicht und bestenfalls noch die Kurzvorstellung der Mitarbeiter. Aktuelle Beiträge oder informative Inhalte suchten wir vergebens. Warum ist das so? Wieso schaffen es große nationale und internationale Unternehmen nicht, die digitale Kommunikationswelt bis zum Partner vor Ort zu erweitern?

Auf Nachfrage bei den zuständigen Geschäftsführern und Inhabern zeichnete sich schnell eine klare aber nicht unerhebliche Problemstellung auf, die quer durch fast alle Branchen vorhanden ist. Den Partnern vor Ort fehlt die Zeit und das technische Know-how, um Bilder in der Größe anzupassen, Text ohne Formatierungsfehler aus PDF- oder Word- Dokumenten zu übernehmen. Zusätzlich sind diese oft vom Funktionsumfang der bereitgestellten Content-Management-Systeme überfordert.

Fazit: Wenn der Partner nicht in die Lage versetzt wird, intuitiv und mit minimalem Zeitaufwand Änderungen vorzunehmen, wird er zum digitalen Verweigerer. Produzieren Sie endverbrauchertaugliche Inhalte und stellen Sie Ihrem Partner den einfachsten Kommunikationskanal zu Verfügung. Er wird es Ihnen danken und digitale Kommunikationsmaßnahmen zukünftig tatkräftig unterstützen.