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Mobile Publishing: Der Kampf um die Gunst der Generation Y

Mobile Publishing: Der Kampf um die Gunst der Generation Y

Um junge Leser zu erreichen, setzen immer mehr Verlage auf mobile Apps. Derzeit bekommen sie jedoch Konkurrenz von Facebook, Google oder Blendle. Werden damit die Verlags-Apps überflüssig?

Wenn sich junge Menschen heute online informieren, dann tun sie dies in erster Linie über ihr Smartphone: Mehr als zwei Drittel der 18- bis 24-Jährigen nutzt mobile Endgeräte, um auf Nachrichten zuzugreifen. Zu diesem Ergebnis kommt der „Reuters Institute Digital News Report“ 2016 (PDF-Download), den das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung kürzlich veröffentlicht hat. Zwar greifen die meisten mobilen Nutzer (47 Prozent) noch über Suchmaschinen auf Nachrichten zu, doch gleich an zweiter Stelle rangiert mit 27 Prozent der Zugriff über Apps.
Angesichts der großen Beliebtheit von mobilen Inhalten ist es kein Wunder, dass immer mehr Verlage im Mobile Publishing nicht nur auf E-Paper-Ausgaben, sondern auch auf mobile Apps setzen, um junge Leser zu erreichen: Mehr als 600 Zeitungs-Apps hat der BDZV für das Jahr 2015 gezählt. Mobile Publishing ist für Verleger zu einem entscheidenden Baustein geworden, um auf dem hart umkämpften Zeitungsmarkt zu bestehen.
Die Vorteile einer mobilen App sind dabei klar: Die digitalen Inhalte sind für das Lesen über das Smartphone optimiert und größtenteils individuell konfigurierbar: Es wird nur das angezeigt, was den Nutzer interessiert. Auch der schnelle Push-Service ist für den Nutzer bequem: Sobald eine neue Nachricht veröffentlicht wird, meldet sich das Smartphone.

Erfolgsfaktoren: Usability und passendes Bezahlmodell

Viele Verlage können allerdings mit den technischen Innovationen in Sachen Apps nicht Schritt halten. Vor allem die Usability ist aber für die Akzeptanz durch die Leser entscheidend. Sie sollte einfach und intuitiv sein und den Leser schnell zu den Inhalten bringen, die ihn interessieren. In der Praxis ist die Nutzerführung allerdings oft schlecht oder die Inhalte sind nicht optimal für die mobile Nutzung aufbereitet. Zudem müssen Apps für alle Endgeräte und Betriebssysteme optimiert und regelmäßig aktualisiert werden, was einen hohen Entwicklungsaufwand für Verlage mit sich bringt.
Eine weitere Hürde auf dem Weg zur gelungenen, mobilen Lösung ist die Frage der Monetarisierung von Inhalten. Denn die Akzeptanz, für digitale Inhalte zu bezahlen, ist hierzulande noch immer gering: Nur 7 bis 8 Prozent der im oben genannten „Digital News Report“ befragten Internetnutzer haben im Laufe des vergangenen Jahres Geld für Nachrichten im Internet bezahlt. Und auch Einnahmen durch mobile Werbung sind überschaubar, denn sie ist bei Nutzern nicht gerne gesehen.

Der Trend: Nachrichten über soziale Medien

Beim Konsum von Nachrichten spielen soziale Medien eine immer größere Rolle: Jeder fünfte Internetnutzer wird über soziale Netzwerke auf journalistische Artikel und Berichte aufmerksam. Acht Prozent nutzen sogar ausschließlich Nachrichten über soziale Medien, um sich zu informieren. Bei den 18- bis 24-Jährigen ist Facebook dabei die am häufigsten genutzte Quelle (39 Prozent). Diesen Trend haben Internetriesen wie Facebook und Apple längst erkannt und bieten eigene News-Apps an, über die ihre Nutzer Nachrichten direkt innerhalb der Plattform lesen können. (Mehr über Facebook Instant Articles hier im Blog).

Bedeuten Instant Articles & Co. das Ende für die Verlags-Apps?

Die neuen Angebote von Facebook & Co., aber auch Online-Kioske wie Blendle, könnten sich zu einer ernstzunehmenden Bedrohung für Verlags-Apps entwickeln. Denn warum sollte ein Nutzer diverse, teilweise kostenpflichtige Apps installieren, wenn er beispielsweise über Facebook Instant Articles dieselben Inhalte auf seine persönlichen Interessen zugeschnitten und kostenlos in einer einzigen App beziehen kann? Aus Nutzersicht sind die neuen Plattformen somit sehr attraktiv. Ob sie die Verlags-Apps obsolet machen, bleibt allerdings abzuwarten. Fest steht jedoch: Die Verlage werden nicht umhin kommen, die neuen Plattformen in ihre Digitalstrategie zu integrieren, wenn sie neue, jüngere Zielgruppen erreichen wollen.

Dabei ist es jedoch ratsam, flexibel zu bleiben, um die volle Kontrolle über die eigenen Inhalte zu behalten und schnell auf Marktveränderungen reagieren zu können. Kommen beispielsweise neue Angebote hinzu, sollten sich diese ohne erneute technische Anpassungen schnell integrieren lassen. Über Plattformen wie Contiago ist dies problemlos möglich. Hier können Verlage eine Vielzahl an Kanäle gleichzeitig bespielen: den eigenen Content-Shop, Apps von Drittanbietern und die Contiago Content Lounge, die Unternehmen, Verbänden und Netzwerke mit Inhalten beliefert. Für diesen lukrativen Markt der Business-Abnehmer steht zukünftig auch eine App zur Verfügung. Diese bietet – anders als Facebook oder Blendle – nicht nur eine komfortable Lesefunktion, sondern auch die Möglichkeit, die Inhalte rechtskonform für die Nutzung auf der eigenen Webseite zu lizenzieren. So erschließen sich für Verlage zusätzliche Einnahmequellen und Kundenbeziehungen.

Fazit:

Mobile Publishing ist heute ein wichtiger Vertriebsweg für Verlagsinhalte. Mit den neuen Playern wie Facebook, Google und Apple wird der Kampf um die Gunst der Leser jedoch härter. Wer den Anschluss nicht verpassen will, muss schnell agieren, und auf Plattformen setzen, die sowohl die nötigen Einnahmen bringen, als auch Flexibilität und Kontrolle über die Inhalte wahren.

Quellen:

Digitale Distribution: Kein Spielfeld für Verlage (internetworld.de)
Die Generation Y wendet sich von den Nachrichten ab (zeit.de)
Reuters Institute Digital News Survey 2016 – Ergebnisse für Deutschland (PDF-Download)

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Facebook Instant Articles: Was Verlage wissen müssen

Facebook Instant Articles

Facebook Instant Articles verspricht Verlagen hohe Reichweiten und neue Erlösquellen. Ab 12. April 2016 steht die mobile App allen Publishern offen – und viele Verlage werden den neuen Distributionsweg ausprobieren. Wir erklären hier, worum es bei dem Angebot von Facebook geht und was Verlage beachten sollten.

In wenigen Tagen ist es soweit: Facebook öffnet die mobile App „Instant Articles“ für alle Content-Produzenten. Für Verlage kommt das Angebot gerade zur rechten Zeit: Händeringend suchen sie nach neuen Wegen, um ihre Inhalte auf digitalem Weg an die Leser zu bringen und die Verluste aus dem weiter bröckelnden Printgeschäft auszugleichen. Andere Ansätze zur Content-Monetarisierung haben bisher nicht die erhofften Erlöse gebracht: Werbung wird hierzulande durch Adblocking erschwert, Inhalte hinter Paywalls schrecken viele Leser ab.

Daher wenden sich Verleger nun verstärkt Distributionsplattformen wie Facebook Instant Articles oder Content-Aggregatoren wie Blendle zu:
Laut einer Studie des BDZV und der Unternehmensberatung Schickler wollen mehr als die Hälfte aller Verlage (59 Prozent) künftig diese beiden Vermarktungsmodelle nutzen. Sie versprechen sich davon höhere Reichweiten, eine Stärkung ihrer Marke und zusätzliche Erlöse.

Wie funktioniert Facebook Instant Articles?

Instant Articles ist eine mobile App, über die Content-Produzenten wie Verlage und Blogger nicht nur Anreißer ihrer Inhalte, sondern komplette Artikel, Fotogalerien und Videos in Facebook veröffentlichen können. Dem mobilen Nutzer verspricht Facebook mehr Komfort: Inhalte werden schneller geladen, wobei eingebettete Videos automatisch starten, und es ist kein Wechsel in den Browser mehr nötig. Genau das ist es auch, was Facebook will: Die Leser auf der eigenen Plattform halten.

Was bringt Instant Articles den Verlagen?

Einige Medien in den USA, Großbritannien und Deutschland haben das Angebot in den letzten Monaten getestet. In Deutschland war u.a. Bild.de beteiligt. Chefredakteur Julian Reichelt begründet die Zusammenarbeit mit der großen Reichweite von Facebook: „Fast 30 Millionen Menschen in Deutschland erlebten ihren digitalen Alltag auf der Plattform“. Ähnlich äußert sich Kai Gniffke, Chefredakteur von ARD-aktuell: „Es ist der Anspruch der Tagesschau, Nachrichten überall dort anzubieten, wo Menschen nach Informationen suchen.“

Erstmals konkrete Zahlen zur Nutzung von Instant Articles nannte kürzlich die französische Zeitung Libération. Das Blatt verbreitete alle seit Januar 2016 erschienen Artikel zusätzlich über Instant Articles und konnte dabei positive Effekte auf Verweildauer, User Engagement und den Umsatz pro Artikel feststellen. So stieg die Verweildauer je Artikel um ganze 33 Prozent an. Der Umsatz liegt etwa in gleicher Höhe wie bei den mobilen Webseiten, wobei er sich bei letzteren aber aus verschiedenen Quellen speist.

Was sind mögliche Risiken?

Einige Verleger befürchten, mit der Nutzung von Instant Articles die ohnehin schon große Marktmacht von Facebook weiter zu stärken und sich abhängig zu machen, wenn sie ihre Inhalte direkt auf dem sozialen Netzwerk veröffentlichen. Denn Facebook kann Funktionen und Regeln jederzeit nach eigenem Gutdünken ändern. Ein weiterer Nachteil ist, dass der Traffic auf den Webseiten der Publishern weiter sinken wird, weil Leser zu Facebook abwandern. In den Artikeln selber können die Verlage zwar eigene Werbung anzeigen und damit Geld verdienen. Doch der Effekt, dass die Nutzer sich auf dem Portal noch durch weitere Artikel klicken, könnte schwinden.

Wie lassen sich Instant Articles monetarisieren?

Facebook ist bewusst, dass Instant Articles nur Erfolg haben wird, wenn Verlage damit auch Geld verdienen können. Deshalb hat das Unternehmen angekündigt, u.a. die Platzierung von Video-Werbung und Rich Media Ads innerhalb von Instant Articles zu ermöglichen. Über ein Audience Network sollen Werbetreibenden ihre Facebook-Kampagnen zudem auf andere mobile Apps ausdehnen können.

Wie kann man die Reichweite von Instant Articles messen?

Für die Akzeptanz von Instant Articles in Deutschland ist es wichtig, dass die dort ausgespielten Inhalte auch von der IVW-Messung erfasst werden. Das wird nach Angaben von IVW Online auch möglich sein. Die Reichweite soll in Summe mit den unter der eigenen URL ermittelten Nutzungszahlen veröffentlicht werden.

Bewertet Google Instant Articles als Duplicate Content?

Es ist noch nicht ganz klar, wie Google solche Artikel, die sowohl auf der eigenen Seite als auch bei Facebook Instant Articles veröffentlicht werden, bewerten wird. Fachmedien vermuten, dass es mit Duplicate Content keine Probleme geben dürfte, da jedem Artikel eine kanonische URL hinzugefügt wird.

Wie wird aus einem Beitrag im Redaktionssystem ein Instant Article?

Betreiber von Blogs und Nachrichtenportalen müssen ihre Webseiten für die Nutzung von Instant Articles technisch vorbereiten. Am einfachsten haben es jene, die einen WordPress-Blog betreiben. Sie können einfach eines der verschiedenen Plugins (z.B. Facebook Instant Articles & Google AMP Pages by PageFrog) installieren, um darüber nach dem 12. April 2016 ihre Artikel automatisch in Instant Articles zu verwandeln.

Ist ein anderes Content Management System im Einsatz, kann ein RSS-Feed oder eine API genutzt werden, um die Inhalte zu übernehmen. Hier sollten Unternehmen den Hinweisen von Facebook für Entwickler folgen.

Verlage, die die Contiago Content Cloud verwenden, können ihre Inhalte nicht nur an die Contiago-Abonnenten – also Unternehmen, Verbände, Netzwerke – ausspielen, sondern werden in Kürze auch in der Lage sein, sie direkt aus dem System in Facebook Instant Articles zu exportieren. Das erleichtert den Publishern das technische Handling der steigenden Zahl an Distributionsplattformen und schont die personellen Ressourcen.

Quellen und weitere Infos:

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Erfolgsmodell Content Syndication – Apple und Facebook machen es vor

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Content hat sich zu einer echten Leitwährung im Internet entwickelt, wenn es darum geht, die Gunst von Kunden und Suchmaschinen zu gewinnen. Content Marketing ist das neue SEO – und noch viel mehr: Content mausert sich vom Kommunikationsvehikel zu einem vollwertigen Produkt im Marketing-Mix von Unternehmen. Da verwundert es kaum, dass der Bedarf an hochwertigen Inhalten geradezu explodiert. Doch nur wenige Unternehmen sind in der Lage, diesen Bedarf mit ihren eigenen Ressourcen zu decken.

Immer mehr Unternehmen erkennen die Potenziale, die diese Entwicklung mit sich bringt, und setzen auf Content als neuen Umsatzbringer. So kooperieren beispielsweise Konzerne wie Apple und Facebook seit neuestem mit großen Verlagshäusern, um ihren Kunden redaktionelle Inhalte auf hohem Niveau bieten zu können.

Apple und Facebook setzen auf Verlagsinhalte

Bei Facebook nennt sich das Angebot „Instant Articles“: User können darüber Artikel von diversen Verlagshäusern wie Spiegel Online, Bild, New York Times oder BBC News direkt in der Facebook-App abrufen und in den sozialen Medien teilen. Für die Medienhäuser ergeben sich dadurch zahlreiche Vorteile: Sie erhalten Werkzeuge, um ihre redaktionelle Inhalte für ein optimales Leseerlebnis mit der Facebook-App anzupassen. Zudem können Sie über Werbung innerhalb der Artikel zusätzliche Einnahmen generieren und die Nutzung ihrer Inhalte konkret messen.

Auch Apple setzt ab Herbst ganz auf Verlagsinhalte. Dann startet zunächst in den USA und Australien die personalisierbare App „Apple News“, die den Usern anhand der Nutzerinteressen relevante Inhalte vorschlägt. Diese können dann mit einem Klick in den sozialen Medien mit Freunden geteilt oder für später gespeichert werden. Renommierte US-Verlagshäuser wie New York Times, Time, CNN, Bloomberg, Condé Nast sind als Content-Lieferanten von Anfang an mit dabei.

Große Chancen für Verlage

Das Beispiel Facebook App zeigt, dass auch hierzulande erste Verlagshäuser die Trends der Zeit erkannt haben und sich für neue Erlösmodelle öffnen. Denn die eigenen Inhalte ausschließlich über eigene Kanäle gewinnbringend zu vermarkten, wird für sie zunehmend schwieriger. Zumal viele Verlagshäuser den Sprung in die digitale Welt noch nicht wirklich geschafft haben. Sie werden sich in Zukunft zwei wesentlichen Trends stellen müssen:

1.    Unternehmen werden durch Content Marketing selbst zu Publishern und treten in direkte Konkurrenz mit Verlagen.
2.    Unternehmen benötigen zunehmend mehr Inhalte für ihr Content Marketing und sind auf die Inhalte von Content-Lieferanten angewiesen.

Gerade letztere Entwicklung bietet für Verlage große Chancen. Hier schafft das Prinzip Content Syndication, wie es Apple und Facebook derzeit im großen Stil entwickeln, völlig neue Perspektiven: Unternehmen und Netzwerke können den steigenden Bedarf ihrer Kunden an hochwertigen Inhalten bedienen, ohne selbst Content produzieren zu müssen. Für Verlage erschließen sich neue Vertriebskanäle für ihre bestehenden redaktionellen Inhalte. Content-Makler wie Contiago bilden dabei das Bindeglied zwischen Verlagen und Unternehmen und liefern die nötige Technik für die Distribution und Veröffentlichung von Verlagsinhalten.

Fest steht: Content Syndication bekommt mit Apple News und Facebook Instant Message eine neue Qualität in der Publishing-Welt. Auch einige deutsche Fachverlage haben das Potenzial bereits erkannt und erschließen sich mit der Zweit- und Drittverwertung ihrer Inhalte neue Erlösmodelle.

Beispiel Finanzbranche

Finanz-Verlage erreichen über Content Syndication auf einen Schlag bis zu 5.000 Finanzberater und deren Kunden. Möglich macht dies eine Kooperation zwischen dem Content-Vermarkter Contiago und der Netfonds AG, einem der größten Maklerpools Deutschlands. Die Inhalte stammen von Content-Partnern wie dem Finanzen Verlag, dem FondsNews-Magazin und freien Redakteuren.

In verschiedenen Fällen ist Contiago als neutrale Handelsplattform die Basis für Content Syndication: Über die technische Infrastruktur lassen sich die Inhalte einfach und bedarfsgerecht austauschen. In einem dynamischen Markt können Verlage so durch Zweit- und Drittverwertung ihrer Inhalte zusätzliche Gewinne realisieren. Die Nutzung der Content-Plattform gestaltet sich für sie dabei äußerst komfortabel, da Contiago sie mit Nachfragebündelung, Rights Clearing, technischen Dienstleistungen und Marketing bei der Verbreitung ihres Contents unterstützt.

Erfahren Sie hier mehr über das Angebot von Contiago für Verlage.

Facebook vs. Webseite

Facebook oder eher Website B2B

Ersetzen Social Media Seiten zukünftig einen professionellen Internetauftritt? Bieten sie Unternehmen und Kunden das bestmögliche Umfeld zur Kommunikation und Produktpräsentation? Dieser Blogbeitrag soll das Pro und Contra beleuchten und die jeweiligen Vorteile aufzeigen.

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Social Media Anwendungen bieten viel Potential um neue Zielgruppen zu erreichen. Sind sie aber auch das richtige Umfeld für einen Unternehmensauftritt im Internet?

Social Media Anwendungen, im speziellen Facebook, werben mit einem schnellen Reichweitenaufbau und einer optimalen Zielgruppenkommunikation. Branchen wie z. B. die Musikbranche, in denen dies schnell gelingen soll, vernachlässigen zusehends ihre Webseiten, Foren und Blogs. Doch wie nützlich und treu sind Fans und Follower wirklich?
Voyeuristische Selbstdarstellungen werden schnell geliked oder geteilt bringen aber außer einer kurzfristigen Bekanntheit meist wenig. Selbst bekannte Künstler mit mehreren Millionen Likes können diese nur selten in bare Münze umsetzen. Unternehmen, ohne bekannte Produktmarken und Promi News, fällt es schwer, eine signifikante Reichweite auf sozialen Kanälen aufzubauen. Zusätzlich können diese ohne externe Hilfe nur noch selten eine aktuelle und informative Berichterstattung über einen längeren Zeitraum gewährleisten und verschwinden meist schnell wieder im Einheitsbrei der namenlosen Unternehmen. Mitteilungen an die eigene Fan-Community werden durch diverse Regeländerungen auch nicht mehr jedem Fan angezeigt sondern nur noch einer kleinen Gruppe. Erst mit kostenpflichtigen Posts ist ein Informationsaustausch mit allen Fans faktisch möglich.

Die klassische Internetseite mit eigener Domain ist das zentrale Kommunikationsmedium eines Unternehmens und erste Anlaufstelle eines Kunden. Viele Kunden informieren sich vor einem Einkauf oder Termin zuerst im Internet über das Unternehmen. Kein anderes Medium bietet so viele Möglichkeiten und ist so individuell auf die Bedürfnisse und das Tätigkeitsfeld ausgerichtet. Neben einem individuellen Design sind Shoplösungen, Loginbereiche oder auch Kundenforen sinnvolle Erweiterungen. Durch kleine regelmäßige Aktualisierungen kann die Seite leicht aktuell gehalten werden und repräsentiert das Unternehmen optimal. Alle Kundendaten liegen sicher auf auf dem eigenen Server und man hat die Kommunikation mit diesen selbst in der Hand. Mit zunehmender inhaltlicher Tiefe steigt die Platzierung im Google Ranking und weitere, neue Kunden werden auf Unternehmen aufmerksam.

All diese Punkte zeigen wie wichtig ein eigener Internetauftritt ist und wie unerlässlich er im täglichen Kommunikationsmix ist. Zusätzliche Kommunikationskanäle wie Facebook, Twitter, Google+, Pinterst oder auch Netzwerke wie Xing und LinkedIn bieten viele weitere Möglichkeiten, um mit Kunden in Kontakt zu kommen, sollten aber immer aus dem Blickwinkel der Zielgruppe und des Pflegeaufwands betrachtet werden. Denn jedes Medium benötigt seine Pflege und Aufmerksamkeit und kann auch schnell zur Last werden. Wir empfehlen unseren Kunden, ihre Zielgruppen genauestens zu analysieren und zu definieren und dann gezielt die Kanäle zu bespielen, die wirklich Relevanz besitzen. Sollte einmal die Pflege der eigene Homepage zu anstrengend werden, bietet Contiago die Möglichkeit, schnell und einfach auf professionelle redaktionelle Inhalte zuzugreifen, diese auszuwählen und mittels einer einfachen Schnittstelle direkt in die eigene Internetseite zu übernehmen. Das spart Zeit und Geld und schafft neue Freiräume für die wirklich wichtigen Dinge.