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Geschäftsmodelle für regionale Tageszeitungen: Fragen und Antworten zum „Regio-Hub“

Geschäftsmodelle für regionale Tageszeitungen: Fragen und Antworten zum „Regio-Hub“

Auf der Suche nach neuen Erlösquellen besinnen sich Lokalzeitungen zunehmend auf ihre Stärken: Sie nutzen ihre hohe Bekanntheit und Reichweite in der Region, um sich als Vermittler zwischen Unternehmen, Vereinen, Organisationen und deren Zielpublikum zu positionieren. Auf einer digitalen Plattform, dem „Regio-Hub“, bringen sie Angebot und Nachfrage zusammen. Was sie selbst davon haben und wie das Modell genau funktioniert beantworten wir hier.

Was versteht man unter einem „Regio-Hub“?

Ein Regio-Hub ist eine digitale Plattform, die lokale Händler, Betriebe, Vereine und Organisationen mit potenziellen Kunden zusammenbringt. Unternehmen aus der Region können sich und Ihre Leistungen präsentieren. Gleichzeitig bietet die Plattform aktuelle Nachrichten aus der Region. Diese setzen sich zusammen aus den redaktionellen Inhalten, die der Verlag beisteuert, sowie den News von Betrieben, die die Internetplattform als Presseportal nutzen können. Der Regio-Hub ist somit digitales Branchenbuch, Business-Netzwerk und News-Portal in einem – mit einem klaren Fokus auf der Region.

Warum ist die Lokalzeitung der ideale Plattform-Betreiber?

Lokalzeitungen sind regional stark verwurzelt. Sie genießen das Vertrauen der lokalen Bevölkerung, werden als seriöser Berichterstatter wahrgenommen und haben beste Verbindungen zu Betrieben, Vereinen und Organisationen, die in ihren Publikationen Werbung schalten. Eine ideale Grundlage, um sich hier als Partner und Vermittler zu positionieren. Im Idealfall wird er zum Motor für die lokale Konjunktur.

Was bringt der Regio Hub den Beteiligten?

Für Konsumenten ist das Portal eine zentrale Anlaufstelle, um sich über Nachrichten und Anbieter aus der Region zu informieren. Die lokalen Anbieter – also Unternehmen, Vereine, Organisationen – profitieren von der Reichweite der Tageszeitung und können potenzielle Kunden auf sich aufmerksam machen. Der Verlag schließlich stärkt über das Portal seine Beziehung zu Lesern und Werbekunden. Zudem kann er ein größeres Publikum erreichen, um sein Angebot zu vermarkten, z.B. regionale Veranstaltungen, Weiterbildungen, neue Verlagsprodukte.

Wie kann der Verlag lokale Unternehmen und Organisationen als Partner für die Plattform gewinnen?

Für lokale Unternehmen ist es heute unverzichtbar, im Internet auffindbar zu sein. Denn ihre potenziellen Kunden suchen online nach Produkten oder Dienstleistungen in der Nähe, wie eine Google-Studie zeigt. Mit der Teilnahme an einem solchen Netzwerk erhöhen sie ihre Sichtbarkeit wesentlich. Und dabei entstehen ihnen nicht einmal Kosten. Nur wenn sie Inhalte des Verlags für ihre eigene Website nutzen wollen, fallen Gebühren an. Grundsätzlich empfiehlt es sich, bei der Gewinnung von Partnern auch die Gemeindeverwaltung mit einzubeziehen, da die Förderung lokaler Unternehmen und die Stärkung des Standorts auch in ihrem Interesse ist.

Wie funktioniert die Technik? Welcher Aufwand ist damit verbunden?

Die Hub-Technologie von Contiago ermöglicht es, redaktionelle Inhalte im XML-Format komplett automatisiert zu übernehmen. Das heißt, für die Redaktion entsteht hier kein zusätzlicher Aufwand. Sie kann jedoch bei Bedarf Inhalte auch manuell ins System einspielen. Auch für den Content-Abnehmer, zum Beispiel ein Sportverein, ist der Aufwand minimal. Er bekommt die von ihm abonnierten Feeds (z.B. lokale Sportnachrichten) direkt in sein Content-Management-System geliefert und braucht nur noch mit einem Klick auswählen, welche Inhalte er auf seine Website übernehmen will.

Was ist die rechtliche Situation, wenn Unternehmen Verlagsinhalte übernehmen?

Der Content-Käufer erwirbt das Nutzungsrecht, den lizensierten Content in den vereinbarten Medien (z.B. der Unternehmenswebsite oder dem Intranet) zu veröffentlichen. Die Urheberrechte sind davon unberührt, sie verbleiben beim Verlag. In einem Lizenzvertrag werden Rechte und Pflichten der Vertragspartner genau festgehalten, die Bedingungen bestimmen die Verlage selbst.

Kann ich kontrollieren, wo meine Inhalte veröffentlicht werden?

Verlage befürchten häufig, sie würden die Kontrolle über ihre Inhalte verlieren, wenn diese auf anderen Webseiten veröffentlich werden. Das ist jedoch nicht der Fall: Verlage können jederzeit selbst entscheiden, welche Inhalte sie zu welchen Konditionen lizensieren möchten. Auch Bedingungen zur Ausgabe auf den Webseiten der Abnehmer können sie im Vertrag festlegen.

Welche Kosten entstehen dem Verlag? Und den Partnern?

Der Verlag zahlt an Contiago eine einmalige Einrichtungsgebühr für die Entwicklung eines maßgeschneiderten Regio-Hubs und danach einen minimalen monatlichen Servicebetrag pro angeschlossenen Partner. Diese Kosten amortisieren sich in kürzester Zeit über die Einnahmen, die mit dem Portal erzielt werden: Der Verlag gewinnt zusätzliche Kunden für seine Verlagsangebote. Zudem erhält er Lizenzgebühren von den lokalen Partnern, wenn diese Inhalte in ihre Webseiten übernehmen möchten. Denn die Unternehmen und Organisationen können so genannte „Content-Feeds“ abonnieren: Das sind Nachrichtenpakete zu einem bestimmten Thema, beispielsweise Lokalsport, die aus den Verlagsinhalten zusammengestellt werden. Dabei sind verschiedene Abo-Modelle möglich. Für den Einstieg bieten sich kostenlose Pakete an, bei denen zum Beispiel ein Sportverein nur die Überschriften und Teaser der Sport-News übernimmt. So kann er das Modell ohne Risiko testen. Erst bei kompletter Übernahme des Artikels fällt eine Gebühr an. Grundsätzlich richtet sich der Preis nach der Anzahl der pro Monat abonnierten Nachrichten.

Weitere Fragen?

Wir hoffen, dass wir auch Ihre Fragen zum Geschäftsmodell „Regio Hub“ beantworten konnten. Sollten noch Fragen offen geblieben sein, rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Mail. Gerne helfen wir Ihnen, das für Ihre Situation passende und finanziell tragfähige Geschäftsmodelle im Digitalen zu finden.

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Lokale Business-Netzwerke: Eine Chance für Verlage

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Wenn regionale Tageszeitungen Unternehmen, Vereine und Organisationen auf einer digitalen Plattform zusammenbringen, dann hat das Vorteile für beide Seiten: mehr Sichtbarkeit für die Betriebe, neue Erlösquellen für die Verlage.

Die Digitalisierung stellt traditionelle Medienhäuser vor große Herausforderungen. Ihre etablierten Erlösmodelle funktionieren nicht mehr, denn sowohl Leser als auch Werbekunden wandern zunehmend ab zur Konkurrenz im Netz. Dabei verfügen gerade die Lokalzeitungen über eine ausgezeichnete Marktposition, um digital erfolgreich zu sein: Niemand ist regional so stark verwurzelt und so gut vernetzt wie sie. Höchste Zeit, den Fokus wieder mehr auf Geschäftsmodelle im Lokalen zu richten: Think global, act local.

 

Regionalen Unternehmen zu mehr Sichtbarkeit verhelfen

Neun von zehn Internetnutzern suchen heute online nach Produkten oder Dienstleistungen in der Nähe, wie eine Google-Studie zeigt. Deshalb ist es für die Anbieter in der Region wichtig, online präsent zu sein. Grundlage dafür ist zunächst eine Website, die sich über Suchmaschinen gut finden lässt. Aber auch die Vernetzung mit anderen regionalen Unternehmen und Organisationen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Genau hier kommen die Zeitungsverlage ins Spiel: Sie genießen traditionell eine hohe Bekanntheit in der lokalen Bevölkerung und haben beste Verbindungen zu Betrieben, Vereinen und Organisationen, die in ihren Publikationen Werbung schalten. Was liegt da näher als diese Stärken zu nutzen und Angebot und Nachfrage auf einer digitalen Plattform zusammenzubringen?

 

Ein digitales Business-Netzwerk für die Region

Die Idee besteht darin, ein Business-Netzwerk für die Region aufzubauen, das Geschäftsbeziehungen unter den Teilnehmern fördert. Die lokalen Händler, Handwerke, Vereine und Organisationen schlüpfen dabei unter das Dach der regionalen Tageszeitung. Dabei profitieren sie von deren Reichweite und können potenzielle Kunden auf sich aufmerksam machen. Gleichzeitig bietet dieser „Regio Hub“ auch aktuelle Nachrichten aus der Region. Diese setzen sich zusammen aus den redaktionellen Inhalten, die der Verlag einspeist, sowie den News von Betrieben, die die Internetplattform als Presseportal nutzen können. Die lokalen Unternehmen wiederum können einen Anteil lokaler Meldungen auch auf der eigenen Website veröffentlichen, um örtliche Verbundenheit zu signalisieren. Und für die Konsumenten wird das Business-Netzwerk zur zentralen Anlaufstelle, um sich über Nachrichten und Anbieter der Region zu informieren. Der Verlag schließlich erweitert seine Reichweite und stärkt seine Beziehung zu Lesern und Werbekunden.

 

Verlage präsentieren sich und ihr Angebot

Das Business-Netzwerk ist digitales Branchenbuch und Newsplattform in einem, mit einem klaren Fokus auf der Region. Als Betreiber kann der Verlag damit seine Rolle als Sprachrohr für das Lokale stärken und zudem seine Produkte und Leistungen einem größeren Publikum präsentieren. Denn viele Verlage setzen neben dem reinen Nachrichtengeschäft bereits auf weitere Standbeine und bieten beispielsweise Homepage-Baukästen, Veranstaltungen oder lokale Apps an.

 

Großes Kundenpotenzial

Das Kundenpotenzial der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) liegt in Deutschland bei drei Millionen. Der größte Teil davon macht sich nur wenig Gedanken über Werbemaßnahmen im Internet. Dabei besteht für sie hier dringender Handlungsbedarf, denn das Internet spielt in immer mehr Bereichen unseres Privat- und Geschäftslebens eine wichtige Rolle. Das erkennen auch die KMUs allmählich und beginnen, ihre Werbebudgets umzuschichten. Sie investieren vermehrt in digitale Kanäle, die über kurz oder lang die klassischen Branchenbücher ablösen werden. Mit einem lokalen Business-Netzwerk können Verlage an diesem Geschäft teilhaben und regionalen Unternehmen ermöglichen, die Vorteile des Internets für ihr Geschäft zu nutzen.

 

Beispiele zeigen, dass das Modell funktioniert

Im Markt gibt es bereits einige Anbieter, die ähnliche Ziele, aber mit unterschiedlichem Ansatz verfolgen. Die Agentur Regiohelden beispielsweise verhilft lokalen Unternehmen ebenfalls zu mehr Sichtbarkeit im Netz, setzt dabei jedoch auf Marketingservices in den Bereichen SEO, Websitegestaltung, Social Media und Bannerwerbung. Contiago geht mit der Idee des Business-Nachrichten-Netzwerk einen etwas anderen Weg und stellt die Verlage in den Mittelpunkt. Denn wir glauben, dass sie den besseren Zugang zu Konsumenten und Unternehmen haben – als vertrauenswürdiger Partner und seriöser Berichterstatter aus der Region. Eine Stärke, deren Wert man nicht hoch genug einschätzen kann.

 

Fazit

In Zeiten der Informationsüberflutung im Internet besinnen sich Konsumenten und Unternehmen wieder stärker auf ihr lokales Umfeld und die Beziehungen untereinander. Von diesem Trend hin zu mehr Regionalität können Verlage profitieren, wenn es ihnen gelingt, sich mit Unternehmen der Region zu vernetzen und sich als lokaler News-Aggregator zu positionieren.

 

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Fazit:

In den Archiven der Verlage schlummern wahre Content-Schätze, die es zu heben gilt. Welches Erlösmodell das richtige ist, ist noch nicht entschieden. Hier wird jeder Verlag für sich die passende Lösung finden müssen. Fest steht jedoch, dass es an der Zeit ist, umzudenken: Unternehmen und Händler werden in Zeiten des Content Marketings zu Verlegern. Nun müssen auch Verleger zu Händlern werden. Nur so können sie die Chancen nutzen und durch Zweit- und Drittverwertung ihrer Inhalte tatsächlich Gewinne realisieren.

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