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Warum Verlage jetzt auf Content Licensing setzen sollten

Contiago Blog - Content Licensing

Viele Verlage betrachten Unternehmen, die redaktionelle Inhalte produzieren, als Konkurrenz. Dabei könnten sie auch potenzielle Kunden sein. Wir zeigen in diesem Beitrag, wie Medienhäuser neue Zielgruppen erschließen können, indem sie ihre Inhalte an Unternehmen lizensieren.

Content Marketing ist ein nachweislich effektiver Ansatz, um das Vertrauen potenzieller Kunden zu gewinnen. Das erkennen immer mehr Unternehmen und stellen nützliche Inhalte in den Fokus ihrer Marketingaktivitäten. Sie produzieren Content, der für ihre Zielgruppen relevant ist, ihre Fragen beantwortet und das Unternehmen so als kompetenten und vertrauenswürdigen Partner positioniert. Diese Inhalte sind meist von hoher Qualität, weshalb viele Medienhäuser darin eine Konkurrenz für ihre eigenen Inhalte sehen. Denn nun konkurrieren ihre Angebote mit denen der Unternehmen um die Gunst der Leser. 64 Prozent der Verlage sagen laut einer Bitkom-Studie sogar, dass die klassischen Medien durch Content Marketing ihre Deutungshoheit verloren hätten.

Content Marketing verändert die Spielregeln

Contiago Blog – Content Marketing verändert die Spielregeln

 

Unternehmen benötigen regelmäßig hochwertigen Content

Doch die neuen Player im Content-Markt nur als Konkurrenz zu sehen, greift zu kurz. Denn viele Unternehmen, die Content Marketing betreiben, verfügen nicht über die nötigen Kapazitäten, um regelmäßig hochwertige Inhalte zu erstellen. So gab knapp die Hälfte der Unternehmen in einer Studie von Ligatus an, dass es ihnen an Ressourcen für das Content Marketing mangelt. Gleichzeitig wächst aber der Bedarf an hochwertigem Content. Daher greifen Unternehmen verstärkt auch auf externe Content-Quellen zurück.

Genau hier liegt die Chance für Fach- und Special-Interest-Verlage. Denn wer eignet sich besser als Content-Lieferant als jemand, der täglich fundierte und journalistisch aufbereitete Hintergrundberichte und Nachrichten produziert? Der Verband der Deutschen Fachpresse nennt in seiner Fachpresse-Statistik 4.000 Fachzeitschriften mit seit 2009 sogar leicht steigender Auflagenzahl, viele davon für technische Informationen. Laut einer B2B-Entscheideranalyse wird die Kernzielgruppe über digitale und gedruckte Fachmedien nahezu komplett erreicht (94 Prozent). B2B-Entscheider bewerten die Informationen in Fachmedien dabei als besonders glaubwürdig, objektiv und seriös, so die Analyse. Sie sind daher auch für Unternehmen, die sich an diese Entscheider richten, von großem Interesse.

Mit Content-Licensing auch Archiv-Inhalte verwerten

Verlage sollten die neue Situation daher als Chance begreifen: Unternehmen, die Content Marketing betreiben, sind nicht nur Konkurrenten, sondern auch potenzielle Abnehmer für ihre Inhalte. Über den Verkauf von Lizenzen können sie diesen ermöglichen, ihren Content für einen bestimmten Zeitraum zu nutzen – ob auf ihrer Website, im Intranet oder anderen Medien. Insbesondere so genannter „Evergreen Content“, der längerfristig aktuell ist, lässt sich hier gewinnbringend zweitverwerten. Oft schlummert dieser in den Archiven der Verlage, was eine enorme Verschwendung darstellt.

Einige Verlage wie die dfv Mediengruppe haben das Potenzial bereits erkannt und bieten Interessenten auf ihrer Website Nutzungsrechte an. Diese können jedoch nur manuell und auf Nachfrage erworben werden. Das ist für die Abnehmer mühsam und zeitaufwändig. Eine automatisierte Übernahme der Inhalte, wie sie Contiago anbietet, würde dagegen Ressourcen schonen und die Grundlage für eine längerfristige Zusammenarbeit schaffen.

Sie möchten wissen, wie genau das Modell funktioniert? Hier haben wir die Antworten auf wichtigsten Fragen rund um Content Licensing:

Was genau ist Content Licensing?

Unter Content Licensing versteht man den Austausch von Inhalten zwischen zwei Parteien. Dabei stellt der Verlag als Rechteinhaber seinen Content einem Unternehmen oder einer Organisation gegen eine Lizenzgebühr für einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung. Oft handelt es sich dabei um Zweitverwertung von bereits veröffentlichten Inhalten aus einem Print- oder Online-Medium.

Was sind die rechtlichen Rahmenbedingungen?

Der Content-Käufer erwirbt das Nutzungsrecht, den lizensierten Content auf den vereinbarten Medien für einen definierten Zeitraum zu veröffentlichen. Die Urheberrechte sind davon unberührt, sie verbleiben beim Content-Ersteller. Der Content-Lizenzierung liegt ein Lizenzvertrag zu Grunde, in dem die Rechte und Pflichten der Vertragspartner festgehalten sind.

Was ist der Unterschied zu Content Syndication?

Im Zusammenhang mit Content Licensing wird häufig auch von Content Syndication gesprochen. Doch Syndizierung bezieht sich genaugenommen auf den gegenseitigen und meist kostenlosen Austausch von Inhalten, Werbeleistungen oder Traffic zwischen zwei Parteien.

Was sind die Vorteile für den Content-Käufer?

Der Abnehmer kann seinen eigenen Content um hochwertigen Premium-Content ergänzen und so einen echten inhaltlichen Mehrwert bieten. Das stärkt seine Position als Experte, trägt zur Kundenbindung bei, und führt zu besseren Conversion Raten (Lead-Generierung, Käufe) auf der Website. Zudem kann er seine eigenen Kosten für die Produktion von Content reduzieren und profitiert von der Auswahl zwischen hochwertigen Inhalten mehrerer Content-Anbieter.

Wie werden die Inhalte vertrieben?

Die Inhalte können zum einen direkt über einen Content-Shop auf der Website des Anbieters vertrieben werden. Zum anderen besteht die Möglichkeit, Inhalte regelmäßig über einen B2B-Marktplatz wie Contiago zu beziehen: Verlage, Redakteure, Agenturen und Blogger bieten auf der Content-Plattform ihre Inhalte an. Unternehmen, Verbände und Netzwerke wählen daraus die zu ihren Kunden passenden Themen aus.

Was sind die Vorteile für Verlage?

Mit B2B Content Licensing erreichen Verlage ein Publikum, das im Gegensatz zum Endkunden bereit ist, für digitale Inhalte zu zahlen. Nämlich Unternehmen, die ihren Websitebesuchern einen Mehrwert bieten wollen. So können Verlage mit vorhandenen Inhalten zusätzliche Umsätze erzielen. Evergreen Content, der ungenutzt in den Archiven schlummert, wird so gewinnbringend wiederverwertet. Dabei behält der Verlag jederzeit die volle Kontrolle über seine Inhalte und erhält zudem wertvolle Informationen darüber, wie seine Inhalte genutzt werden.

Content Licensing im Vergleich zu anderen Vertriebsmodellen: Vor- und Nachteile

Contiago Blog – Content Licensing im Vergleich zu anderen Vertriebsmodellen

 

Innovation@Publishing 2017: Keine Patentrezepte für Verlage in Sicht

Innovation@Publishing 2017

Wie wirkt sich die Digitalisierung auf publizierende Unternehmen aus? Diese Frage diskutierten Anfang Dezember 2017 Experten aus Wissenschaft und Verlagswelt auf der Zukunftskonferenz Innovation@Publishing in Erlangen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Praxisberichte aus Verlagen, die die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung veranschaulichten. Die wichtigsten davon fassen wir hier zusammen.

Herausforderung 1: Paid Content

„Zeitung 4.0“, Michael Husarek, Chefredakteur bei den Nürnberger Nachrichten

Der Verlag Nürnberger Presse Druckhaus Nürnberg bringt zwei klassische Tageszeitungen heraus: die Nürnberger Nachrichten und die Nürnberger Zeitung. Die Gesamtauflage liegt bei 240.000 Exemplaren – Tendenz sinkend. In den letzten 25 Jahren hat der Verlag 100.000 Abonnenten verloren. Das Nachrichtenportal im Internet verzeichnet 800.000 Leser und 35 Millionen Klicks pro Monat. Doch daran verdient der Verlag nicht, sondern zahlt kräftig drauf. Ein Drittel des Traffics auf seinem Online-Portal generiert der Verlag über Facebook. Twitter trägt kaum zur Reichweite bei. Der Verlag testet permanent neue Produkte, wie zum Beispiel eine digitale Abendausgabe. Doch diese scheitern häufig an der mangelnden Zahlungsbereitschaft der Leser. Seit drei Jahren bietet der Verlag seinen Lesern eine News-App, die ebenfalls nicht profitabel ist.

Paid Content bietet der Verlag derzeit in zwei Formaten an: ein E-Paper der Zeitung und das digitale Magazin „Samson“, dass jedoch nur zurückhaltend angenommen wird. Für die Vermarktung der Online-Nachrichten setzt der Verlag auf einen üblichen Mix aus kostenfreien Inhalten, Freemium und harter Bezahlschranke. Die Hoffnung des Verlags liegt auf neuen Trends wie Sprachassistenten. Hier erhofft man sich über kurz oder lang eine wachsende Nachfrage nach regionalen Inhalten. Auch Themen wie autonomes Fahren oder Smart Home wecken die Hoffnung, dass das Publikum künftig durch die neuen Möglichkeiten wieder mehr Zeit in für das Konsumieren von Nachrichten aufwendet. Hier wird es für den Verlag darauf ankommen, mit Anbietern und Herstellern frühzeitig gemeinsame Lösungen zu entwickeln um sich neue Vertriebskanäle für ihre Nachrichten zu sichern.

Herausforderung 2: Digitale Geschäftsmodelle entwickeln

Chancen der Digitalisierung für Fachverlage, Dr. Gunther Schunk, Chief Communication Officer bei Vogel Business Media.

Der „Maschinenmarkt“ ist das erste und auch erfolgreichste Produkt von Vogel Business Media und zudem die weltweit auflagenstärkste Fachzeitschrift mit einer Auflage von rund sechs Millionen Lesern. Trotz der Erfolgszahlen hat der Verlag bereits vor über zehn Jahren damit begonnen, sich neu zu erfinden. Mit neuen Produkte jenseits des klassischen Printgeschäfts erwirtschaftet er heute zwei Drittel des Umsatzes. Dabei handelt es sich um Angebote in den Geschäftsfeldern Wissen (Paid Content, Data, Workflow Solutions), Agentur/B2B-Services und Media (Events). Die Produktstrategie umfasst dabei sowohl die Weiterentwicklung klassischer Produkte als auch die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle – beides über Ventures und Kooperationen mit Startups. Aus dem alten Verlagsgebäude wurde ein Media Campus. Dort, wo früher Zeitschriften geschrieben und gedruckt wurden, bietet der Verlag heute Raum für Gründer und neue Entwicklungen wie Chatbots und künstliche Intelligenz. Zentrales Ziel ist dabei, den direkten Kontakt zum Leser – eines der wichtigsten Assets von Verlagen – auch unter veränderten Bedingungen zu pflegen.

Lesetipp: Im Interview mit Contiago erläutert die die Unternehmensberaterin Katja Nettesheim, wie Fachverlage von Startups profitieren können, und gibt Tipps für die Zusammenarbeit.


Fazit

Diese drei Beispiele haben unser Bild von der Verlagswelt erneut bestätigt: Fachverlage tun sich mit der Digitalisierung offenbar leichter als Publikumsverlage. Während Vogel Business Media neue, digitale Geschäftsmodelle bereits erfolgreich umsetzt, ist es den Nürnberger Nachrichten noch nicht gelungen, sich vom klassischen Printdenken zu lösen und digitale Erlösmodelle zu finden, die den anhaltenden Leserschwund ausgleichen könnten. Hier ist es noch ein weiter Weg zu dem vom Veranstalter propagierten „Publishing 4.0“.

 

Mehr über Publishing 4.0 lesen Sie in unserem Interview mit Jörn Fahsel von der Universität Erlangen.

Innovation in Fachverlagen: Noch viel Luft nach oben

Innovation in Fachverlagen: Noch viel Luft nach oben

Die deutsche Wirtschaft verschenkt durch fehlende oder ineffiziente Kooperation mit Startups bis 2020 allein in Deutschland ein Wachstumspotenzial in Höhe von 99 Milliarden Euro, so eine Studie von Accenture. „Davon sind auch Fachverlage betroffen“, sagt die Unternehmensberaterin Katja Nettesheim. Im Interview mit Contiago erläutert sie, wie Fachverlage von Startups profitieren können und gibt Tipps für die Zusammenarbeit.

Contiago: Wo stehen Fachverlage heute, wenn es darum geht, gemeinsam mit Startups an neuen Geschäftsmodellen oder technologischen Innovationen zu arbeiten?

 
Katja Nettesheim: Im Vergleich zu anderen Mediengattungen zeigen Fachverlage eine große Neugier und Offenheit gegenüber neuen Impulsen von außen. Das ist zunächst einmal positiv. Allerdings tun sich Fachverlage oft schwer damit, Anknüpfungspunkte mit Startups zu finden. Das liegt zum einen daran, dass es weniger Startups im B2B-Bereich gibt. Die meisten Medien-Startups, die bekannt werden, kommen aus dem B2C-Umfeld, mit einigen wenigen Ausnahmen. Zudem sind die Aufgabenstellungen bei Fachverlagen oft sehr spezifisch, was das Matching zusätzlich erschwert.

In welchen Bereichen haben Fachverlage bereits von Medien-Startups profitiert?

Ganz generell profitieren Fachverlage von Medien-Startups, wenn es darum geht, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. Beispielsweise: Wie kann ein Fachverlag den Wandel des Nutzerverhaltens mitgehen und damit auch Geld verdienen? Eine Möglichkeit, sich fit für solche Entwicklungen zu machen, besteht für Fachverlage darin, sich mit Startups zusammen zu tun. Entweder durch eine Kooperation oder indem sie in Startups investieren. Welche Variante man wählt, hängt ganz von der strategischen Zielsetzung des Verlages ab. Allgemein sollte die aber realistisch sein: Ein Startup kann digitales Know-How und ggf. Infrastruktur oder ein gemeinsames neues Geschäftsmodell liefern. Mit der digitalen Transformation eines Fachverlages wäre es jedoch schlicht und ergreifend überfordert. Die eigene Kultur und Strukturen zu verändern, ist Sache des Verlages.

Können Sie hierfür Beispiele nennen?

Ein Beispiel für die gelungene Symbiose von Fachverlag und digitalen Unternehmen ist der Haufe Verlag. Früher mit Schwerpunkt im Loseblatt-Geschäft macht der Verlag heute nur noch 3 Prozent seines Umsatzes mit Print. Das ist vor allem auf die Übernahme verschiedener Softwareunternehmen zurückzuführen. Entscheidend war dabei, die Veränderung weg vom Printverlag hin zu einem modernen Medienhaus auch auf Ebene der Unternehmenskultur hinzubekommen.

Ein weiteres Beispiel ist das Medienhaus Vogel Business Media, das sich über Vogel Ventures an zehn Unternehmen beteiligt hat. Darunter sind auch Content-Startups und solche, die sich mit Wissensvermittlung beschäftigen. Die Zusammenarbeit mit Startups hat auch schrittweise zu einer Veränderung des Denkens und Handels im Verlag selbst geführt. Die Zusammenarbeit mit Startups, auf welcher Ebene auch immer, regt also durchaus Veränderungen im Verlag an.

Wo geht die Reise für Fachverlage in Sachen Paid Content hin?

Bezahlte Inhalte sind seit jeher das Kerngeschäft der Fachverlage. Bei den digitalen Inhalten haben Fachverlage eine bessere Position als Publikumsverlage. Denn sie verfügen über mehr proprietären Content und sie haben weniger kostenlose Inhalte ins Netz gestellt. Insofern ist die Ausgangssituation gut. Doch häufig nutzen Verlage sie nicht so, wie sie könnten. Und zwar aus individuell unterschiedlichen Gründen: Etwa weil sie mit ersten halbherzigen Versuchen, digitalen Content zu monetarisieren, gescheitert sind und das Thema danach auf Eis gelegt haben. Oder, und das ist gar nicht selten, weil ihre Leser noch sehr auf Print eingestellt sind und den Wechsel zu digitalen Inhalten nicht mitgehen. Hier ist noch viel Luft nach oben.

Welche 5 Tipps geben Sie Verlagen, die neue Geschäfts- oder Erlösmodelle suchen und einführen wollen? 

Digitale Transformation ist eine Politik der tausend Nadelstiche. Denn dabei geht es darum, Kernbereiche eines Fachverlages zu verändern – angefangen bei einem grundlegenden Perspektivenwechsel von der Innensicht des Fachverlages hin zur Sicht des Lesers. Damit ändert sich auch die Art und Weise, wie Content gedacht und entwickelt wird.

  1. Fokus auf den Leser: Fachverlage sollten ihr gewohntes Verhalten und Denken hinterfragen, indem sie sich klarmachen, was der Leser erwartet. Das führt zu einem neuen Verständnis der Rolle des Lesers  – und in Folge auch der eigenen Rolle.
  2. Bestmögliche Lösung finden: Digitale Leser sind anspruchsvoll und nicht bereit, sich an das Angebot eines Verlages anzupassen. Vielmehr muss der Verlag sich an den Problemen seiner Leser orientieren und hierfür bestmögliche Lösungen entwickeln.
  3. Aus Kundenfeedback lernen: Nicht die Strategie, Kompetenzen oder Meinungen des Verlags dürfen darüber entscheiden, wie ein Produkt aussieht, sondern allein der Leser. Fachverlage sind gut beraten, das Feedback ihrer Leser systematisch in die Konzeption ihrer Inhalte einzubeziehen.
  4. Externe Kompetenzen nutzen: Fachverlage sollten sich die Frage „Make or Buy“ selbstkritisch stellen: Können wir digitale Kompetenzen wirklich aus eigener Kraft aufbauen oder ist es aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoller, auf Kompetenzen von Startups zurückzugreifen?
  5. Schnell starten und durchziehen! Viele Vorhaben scheitern am Zögern vor dem Start oder an Bedenken, die im Verlaufe eines Projektes aufkommen. Digitale Veränderung braucht Willen und Durchhaltevermögen – und notfalls auch die Möglichkeit zum Scheitern.

Prof. Dr. Katja Nettesheim ist Gründerin und Geschäftsführerin von _MEDIATE und unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung neuer, digitaler Geschäftsmodelle.

Prof. Dr. Katja Nettesheim, Gründerin und Geschäftsführerin von _MEDIATE

Prof. Dr. Katja Nettesheim

 

Whitepaper: Neue Erlösmodelle für Fachverlage – Was bisherige Ansätze wirklich bringen und wie Sie vom Content Marketing Trend profitieren

Contiago Whitepaper – Neue Erlösmodelle für Fachverlage

Die Verlagsbranche ist im Umbruch. Das Anzeigengeschäft schrumpft. Digitale Inhalte bringen nicht den erhofften Umsatz. Neue Erlösquellen müssen her. Aber welche? Google, Facebook, Apple und Digitalkioske wie Blendle wollen sich als Partner der Verlage positionieren, bleiben aber hinter den Erwartungen zurück. Zeit für eine nüchterne Bestandsaufnahme und eine Rückbesinnung auf die eigentliche Stärke der Verlage: ihre unangefochtene Kompetenz in Sachen Content.

In diesem Whitepaper stellen wir gängige und neue Geschäftsmodelle auf den Prüfstand. Was bringen Paid Content, Distributed Content & Co. wirklich? Welche Ansätze gibt es darüber hinaus, um Content heute und morgen effektiv zu monetarisieren? Ist Content Marketing das Verlags-Business der Zukunft? Und wenn ja, wer sind dann die Kunden von morgen?

Außerdem präsentieren wir einen Ansatz, der bisher weitgehend unbeachtet blieb: B2B Content Licensing. Unternehmen benötigen heute schon mehr Content, als sie zu produzieren in der Lage sind. Hier tut sich für Verlage ein neuer Markt auf, indem sie Nutzungsrechte an Unternehmen lizenzieren. Wir zeigen Ihnen, wie B2B Content Licensing funktioniert und wie Sie zusätzlich zum Abogeschäft mit vorhandenem Content weitere Umsätze erzielen.

Die Inhalte des Whitepapers im Überblick:

Eine Branche im Umbruch
Auf welche Veränderungen müssen sich Fachverlage heute schon einstellen?

Paid Content, Distributed Content & Co: Erlösmodelle auf dem Prüfstand
Welche Vor- und Nachteile bieten gängige und neue Modelle im Umsatzmix der Fachverlage?

Contiago Whitepaper 2017/1 - Neue Erlösquellen für Fachverlage

Whitepaper für Publisher

Zeit zum Handeln: Fit für die Content-Vermaktung im digitalen Zeitalter
Wie müssen Fachverlage ihr Geschäftsmodell verändern, um wettbewerbsfähig zu bleiben?

Geschäftsmodell Content Licensing: Profitieren Sie vom Content Marketing Trend
Welche Rolle bietet das Lizensieren von Inhalten als Ergänzung zu bestehenden Erlösquellen?

Content neu denken: Drei Voraussetzung für den Content-Vertrieb der Zukunft
Welche Anforderungen stellt Content Licensing an Content, Prozesse und Leserorientierung?

 

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Multi-Channel-Publishing braucht eine „Content First“ Denke: Interview mit dem Publishing-Experten Haeme Ulrich

Contiago Blog: Multi-Channel-Publishing braucht eine Content First Denke

Inhalte aus Fachverlagen gelangen heute über eine Vielzahl von Kanälen zum Leser. Neben dem klassischen Weg über Vertrieb oder Abo beispielsweise auch über Digitalkioske, Angebote von sozialen Netzwerken oder Apps. Das stellt Verlage vor große Herausforderungen – und verlangt ein neues Verständnis von Publishing. „Content First“ fordert der Publishing-Spezialist Haeme Ulrich im Interview mit Contiago.

Contiago: Warum ist Multi-Channel-Distribution für Verlage so wichtig?

Haeme Ulrich: Heute geht es nicht mehr um den Kanal, sondern um die Relevanz der Inhalte. Wenn Verlage ihre Leser erreichen wollen, müssen sie die richtigen Inhalte zur richtigen Zeit an die richtige Person ausliefern. Dazu brauchen Verlage unterschiedliche Kanäle und sie müssen in der Lage sein, diese mit attraktiven Inhalten zu bespielen. Das bedeutet für Verlage, die bisher nur einen Kanal, das Magazin, bespielen und jetzt viele Kanäle verwalten müssen, Stress. Und die Kanäle werden immer mehr. Wer weiß schon, welche Kanäle morgen zum Leser führen? Multi-Channel ist also keine einmalige Aktion, sondern eine Fähigkeit für Verlage, flexibel auf neue Entwicklungen reagieren zu können.

Wo stehen Fachverlage beim Thema Multi-Channel heute?

Die Technologie für Verlage ist vorhanden, um Inhalte in unterschiedliche Kanäle auszuliefern. Aber in der Praxis bewegen sich nur wenige Verlage in diese Richtung. Die meisten leben in einer Art unbewussten Inkompetenz. Sie wissen nicht, wohin die Reise geht. Denn sie verharren in einem Silo und glauben, dass sie als Verlag eine Lizenz zum Geld drucken hätten. Deshalb machen sie weiter wie bisher, während sich der Informationsmarkt schnell weiterdreht. Dabei machen viele Verlage das Internet dafür verantwortlich, dass Inhalte kostenlos verschenkt werden. Das ist jedoch nicht das eigentliche Problem. Vielmehr ist durch das Internet und neue Kanäle die Anforderung an die Relevanz der Verlagsinhalte gestiegen. Ob der Content gedruckt ist, oder digital ausgeliefert wird, spielt keine Rolle. Er muss einfach für den Leser relevant sein. Das hat nichts mit dem „bösen“ Internet zu tun. Inhalte, die für den Leser nicht relevant sind, lassen sich nicht verkaufen, egal in welchem Kanal.

Wo geht die Reise für Verlage hin?

Ich bin davon überzeugt, dass Publisher zukünftig mehr über bezahlte Inhalte verdienen werden, als durch den Anzeigenkunden. Wir haben beispielsweise in unserem Publishing-Blog von Google Adsense auf Donation umgestellt, das heißt, wir bitten unsere Leser um einen freiwilligen Beitrag für den Artikel, statt ihn über Werbung zu finanzieren. Als langjähriger Blogger weiss ich, dass dies funktioniert. Verlage, denen ich das erzähle, denken ich hätte grüne Hörner, aber Paid Content funktioniert wirklich. Das setzt jedoch voraus, dass wir im Publishing zurückkommen zum Fokus auf den Konsumenten, weg vom Fokus auf den Inserenten. Viele Verlage haben sich zu sehr auf Anzeigenmodelle fixiert, weil es mit dem Verkaufen von Content im Internet nicht funktioniert hat. So sind Newsportale entstanden, die nur für Anzeigenkunden bestimmt sind und nicht mehr für den Leser.

Welches Verständnis von Content müssen Verlage entwickeln?

Die große Herausforderung für Verlage liegt darin, ihr Denken in Kanälen abzulegen. Das bringt Ruhe in das Thema Distribution und ermöglicht es den Verlagen, sich auf die Inhalte zu konzentrieren. Multi-Channel bedeutet also „Content First“: Nicht der Kanal, der die vermeintlich meisten Leser bringt, steht im Mittelpunkt, sondern die Inhalte selbst. Und Verlage sollten überlegen, wie der Content technisch so granular wird, dass er ohne Stress in unterschiedliche Kanäle geleitet werden kann. Das ist mehr als nur die Umstellung auf eine neues Content Management System oder neues Redaktionssystem. Denn das erfordert einen Kulturwandel, also eine grundlegende Transformation. Auf technischer Ebene hat XML schon vor langer Zeit eine wichtige Grundlage dafür gelegt, Inhalte im Verlag strukturiert zu erfassen. Für Autoren war die Arbeit mit hochstrukturierten Daten jedoch oft zu schwierig, sodass sich XML bis heute in Verlagen nur bedingt durchgesetzt hat. Heute gibt es neue Werkzeuge für XML, die sehr viel anwenderfreundlicher sind. Allerdings sind diese Tools in der Regel sehr teuer, was dazu geführt hat, dass sich parallel zum XML das HTML im Publishing etabliert hat. Die Möglichkeiten, Content strukturiert vom Kanal zu trennen sind also da. Trotzdem pumpen viele Verlage immer noch Inhalt von InDesign in digitale Kanäle. Das ist nach meinem Verständnis kein Multi-Channel sondern eher eine „Vergewaltigung“ von Inhalt.

Welche Rolle spielt die Automatisierung von Abläufen im Multi-Channel-Publishing?

Verlage kommen über kurz oder lang nicht um die Automatisierung herum. Allein schon deshalb, weil die Budgets in Verlagen nicht größer geworden sind. Allerdings hat sich die Zahl der Kanäle für die Verbreitung der Inhalte deutlich vergrößert. Verlage müssen also mit dem Budget, das ursprünglich für einen Kanal gedacht war, weitere Kanäle bedienen. Das funktioniert nur, indem die Distribution über mehrere Kanäle automatisiert wird. Das setzt jedoch voraus, dass Inhalte strukturiert in einem Format wie XML vorliegen.

Kennen Sie Beispiele für Verlage, die in Sachen Multi-Channel weit fortgeschritten sind? Was können andere Verlage von diesen lernen?

Unter unseren Kunden sind es vor allem die Fachverlage, die sich mit dem Thema Multi-Channel beschäftigen. Ein Beispiel für einen Verlag, der konsequent die Trennung von Inhalt und Kanal verfolgt, ist Compendio Bildungsmedien aus Zürich. Die Lehrmittel, die der Verlag vertreibt, sehen in jedem Kanal völlig unterschiedlich aus, obwohl die Inhalte die gleichen sind. Dadurch kann Compendio alle Kanäle flexibel bedienen und auch auf neue Anforderungen von Kunden schnell reagieren. Die treibende Kraft kommt hier aus dem Management, das interessanterweise aus Quereinsteigern besteht. Hier gibt es also wenig „Altlasten“ aus dem klassischen Publishing, die die Entwicklung in Richtung Content First behindern könnten. Dafür hat der Verlag auch die notwendigen Mittel und Ressourcen bereitgestellt. Eine interne Projektgruppe mit zehn Mitarbeitern steuert einen Veränderungsprozess, der agilen Prinzipien folgt. Große Probleme werden dabei in kleine Probleme unterteilt und schrittweise gelöst. Das ist Silicon Valley in einem Schweizer Fachverlag.

Welche Empfehlung geben Sie Verlagen, die sich in Richtung Multi-Channel entwickeln wollen?

Eine wichtige Voraussetzung ist eine digitale Transformation im Verlag. Wobei Transformation als fortlaufender Prozess verstanden werden muss, der im Grunde nie abgeschlossen ist. Insofern bedeutet digitale Transformation in erster Linie einen Kulturwandel. Ein Punkt, der besonders auf Geschäftsführungsebene oft unterschätzt wird. Denn die Herausforderung, Routiniers und Wissensarbeiter in Verlagen gleichermaßen in die Veränderung mitzunehmen ist riesig. Technologisch sind Verlage gefordert, ihre Print-First-Denke abzulegen und den Content in den Mittelpunkt ihres Denkens und Handelns zu stellen. Technische Systeme, die Content First unterstützen müssen dabei nicht immer aus dem Publishing-Bereich stammen. Denn Innovation ist nicht zwingend nur innerhalb der Branche zu finden. Es lohnt sich durchaus für Verlage über den Tellerrand der eigenen Branche hinauszublicken. Das gilt auch für das Personal. Hier sind Querdenker und Wissensarbeiter mit frischen Ideen gefragt.

Über Haeme Ulrich

 

Foto: Haeme Ulrich

Haeme Ulrich

Haeme Ulrich bezeichnet sich als Publishing Geek. Seit bald 20 Jahren begleitet er als Trainer und Berater Agenturen, Verlage, Marketing-Abteilungen und Publishing-Software-Hersteller. Auch Firmen wie Adobe greifen gerne auf seine Marktkenntnisse zurück. Er bloggt zu Publishing-Themen unter www.publishingblog.ch

Webinar on Demand: Fachverlag 4.0 – Was sind die Erlösquellen der Zukunft?

Header Image Distributed Content

Wie Verlage mit Content Licensing in Zukunft Geld verdienen

Die Verlagsbranche ist im Umbruch. Das Digitalgeschäft kommt nicht in Schwung, die Suche nach neuen Erlösquellen gestaltet sich schwierig. Google, Facebook und Digitalkioske wie Blendle wollen sich als neue Partner positionieren, bleiben aber hinter den Erwartungen zurück. Zeit für eine nüchterne Bestandsaufnahme und eine Rückbesinnung auf die eigentliche Stärke der Verlage: ihre unangefochtene Kompetenz in Sachen Content.

In diesem Webinar stellen wir gängige und neue Geschäftsmodelle auf den Prüfstand. Was bringen Paid Content, Distributed Content & Co. wirklich? Welche Ansätze gibt es darüber hinaus, um Content heute und morgen effektiv zu monetarisieren? Ist Content Marketing das Verlags-Business der Zukunft? Und wenn ja, wer sind dann die Kunden von morgen?

Unternehmen benötigen heute schon mehr Content, als sie zu produzieren in der Lage sind. Hier tut sich für Verlage ein neuer Markt auf, indem sie Nutzungsrechte an Unternehmen lizenzieren. Wir zeigen Ihnen, wie B2B Content Licensing funktioniert und wie Sie mit geringem Aufwand und ohne Risiko in das lukrative Geschäftsfeld starten.

Themen des Webinars:

  • Paid Content, Distributed Content & Co: Erlösmodelle auf dem Prüfstand
    Welche Vor- und Nachteile bieten gängige und neue Modelle im Umsatzmix der Fachverlage?
  • Zeit zu Handeln: Fit für die Content-Vermarktung im digitalen Zeitalter
    Wie müssen Fachverlage ihr Geschäftsmodell verändern, um wettbewerbsfähig zu bleiben?
  • Geschäftsmodell Content Licensing: Wie Sie vom Content Marketing Trend profitieren
    Welche Möglichkeiten bietet das Lizenzieren von Inhalten als Ergänzung zu bestehenden Erlösquellen?
  • Contiago als Tool für Publisher: So gelingt der Einstieg ins B2B Content Licensing
    Technologie, Funktionen und Nutzung der Contiago Content Plattform

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Werden Verlage jetzt zu Shop-Betreibern?

Shop-Betrieb für Verlage, Paid Content

Content-Shops sind der neuste Trend in der Vermarktung redaktioneller Inhalte. Sie könnten den Verlagen zu neuem Selbstbewusstsein und Unabhängigkeit verhelfen. Beispiele erfolgreicher Medienhäuser zeigen, wohin der Trend geht.

Paid Content war der Hype der letzten Jahre und Hoffnung vieler Verlage, in einer digitalen Welt endlich Geld mit redaktionellen Inhalten zu verdienen. Doch nach dem Hype folgte bald die Ernüchterung: Denn Leser sind hierzulande nicht bereit, für digitale Inhalte zu bezahlen: Nur etwa jeder Zehnte will für Informationen im Netz Geld ausgeben. Und wenn kein Wunder geschieht, wird sich daran auch so schnell nichts ändern. Nicht umsonst ruht die Hoffnung der Verlage daher auf neuen Distributionswegen wie etwa Instant Articles von Facebook oder Online-Kiosken wie Blendle, die Zugang zu neuen Lesern versprechen. Auch die Vermarktung von Inhalten an Unternehmen ist ein Ansatz, den viele Verlage ausprobieren, um über eine Zweit- oder Drittverwertung ihrer Inhalte Gewinne zu realisieren.

In der aktuellen Diskussion um die neuen Heilsbringer bleibt ein klassischer Ansatz im Content-Vertrieb erstaunlicherweise nahezu unbemerkt: der eigene Online-Shop. Darüber lassen sich sowohl gedruckte als auch digitale Inhalte verkaufen – ein entscheidender Vorteil gegenüber Facebook & Co., wenn es Verlagen darum geht, ihre Inhalte zu monetarisieren.

„Das Shop-Konzept löst den klassischen Vertrieb ab.“ – Gerrit Klein, Ebner Verlag

Ein Content-Shop kann entweder dazu dienen, Printinhalte zu vermarkten, oder als Marktplatz für digitale Inhalte ein Angebot für Konsumenten und Unternehmen bieten, wie die folgenden zwei Beispiele zeigen.

Content-Shop für Leser verschiedener Fachrichtungen: Ebner Verlag

Der Ebner Verlag produziert Inhalte für verschiedene Zielgruppen und Branchen, darunter freiwillige Feuerwehren, Musiker, Grafikdesigner, Drucker, Liebhaber mechanischer Luxusuhren, Steinmetze, Optiker und andere. Und das in gedruckter Form, aber auch online über mehrere Portale, Blogs und soziale Medien. Die hohe Reichweite über diese Vielzahl an Kanälen konnte der Verlag jedoch nicht in Mehrgeschäft umwandeln. Das bewog das Unternehmen dazu, einen eigenen Distributionskanal zu entwickeln.

Feuerwehr Magazin, Rettungs Magazin

Abbildung: Shop unter feuerwehrmagazin.de

Heute betreibt der Verlag für jedes seiner Produkte eine eigene E-Commerce-Plattform, die wesentliche Vorteile gegenüber dem klassischen Vertrieb bietet: Zum einen ist sie für Konsumenten fast überall und jederzeit erreichbar, was dem Kaufverhalten der Leser heutzutage entspricht. Zum anderen lässt sich jeder Shop und jedes Produkt nahtlos in die digitale Vermarktung über verschiedene Kanäle wie E-Mail-Newsletter und Social Media integrieren. Und anders als bei einer Verbreitung der Inhalte über Instant Articles & Co. behält der Verlag jederzeit die volle Kontrolle über seine Inhalte, da diese auf eigenen Plattformen veröffentlicht werden.

Lizenzierter Content-Shop für die Finanzbranche

Einen etwas anderen Ansatz haben Verlage wie der Finanzenverlag, der Weimer Verlag oder auch die Fonds News für die Vermarktung ihrer Inhalte gewählt: Sie lizenzieren kostengünstig und mit geringem Aufwand einen eigenen Online-Shop und die dazugehörige Vertriebs-App und bieten über diese Tools zusätzlich zum bestehenden Print- und Digitalgeschäft Nachrichten und Hintergrundinformationen als digitalen Content-Feed an. Unternehmen können diesen direkt in verschiedene Plattformen wie Webseite, Intranet, Newsletter und andere einbinden. Der Verlag stellt die hierfür nötige technische Infrastruktur als Komplettlösung zur Verfügung, sodass der Aufwand für die Unternehmen gering ist. Sie können die Inhalte, anders als bei klassischen RSS-Feeds, nach Bedarf automatisch veröffentlichen oder manuell selektieren. Abgerechnet wird pro lizensiertem Artikel oder gelesener Rubrik.

Distributionswege Verlage

Das Besondere an diesem Konzept ist, dass der Content parallel über zwei Wege vertrieben wird: im eigenen Shop und über den genannten B2B-Marktplatz für digitalen Content. So können Verlage die Reichweite ihrer Inhalte zusätzlich vergrößern.

Fazit

Erfolgreiche Beispiele zeigen, dass es sich für Verlage lohnen kann, den Content-Vertrieb konsequent in die eigene Hand zu nehmen und ihre Inhalte unter eigenem Namen statt über fremde Kanäle zu vermarkten.

Quellen und weitere Infos:

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