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Facebook für Publisher: Verlage auf dem Holzweg

Dead End

„Mein Job besteht nicht darin, Verlage glücklich zu machen,“ sagt Facebooks Medienmanagerin Campbell Brown und beweist damit einmal mehr, was viele längst ahnten: Verlage sind gut beraten, sich vom Mediengiganten unabhängig zu machen. Wir werfen einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen und die Konsequenzen für Publisher.

  • Facebook stufte die Sichtbarkeit von Verlagsinhalten in den Newsfeeds seiner Nutzer herunter.
  • Medienhäuser verzeichnen nach Newsfeed-Änderungen Reichweitenrückgänge bei Facebook
  • “Instant Articles”, das erste Artikelformat von Facebook speziell für Verlage,  gilt in vielen großen Medienhäusern als gescheitert.
  • Content Syndication bietet neue Möglichkeiten für Verlage, ihren Content auf eigene Faust zu vermarkten

Verlagsinhalte: erst umworben, dann verprellt

Für Medienhäuser war die Kooperation mit Facebook schon immer ein zweiseitiges Schwert: auf der einen Seite verschafft ihnen der Mediengigant Reichweite, die viele Verlagsmanager für unverzichtbar halten. Andererseits reißt Facebook Werbebudgets an sich, die den werbefinanzierten Medienangeboten entgehen – und zwar mit Inhalten, die von den Medienhäusern stammen. Bisher waren viele Verlage bereit, diese Kröte zu schlucken, um dem andauernden Leserschwund entgegenzuwirken.

Mit der neuesten Ankündigung, die Sichtbarkeit von Verlagsinhalten in den Newsfeeds seiner Nutzer einzuschränken, entpuppt sich die Strategie, Facebook als Vertriebsweg für eigene Inhalte zu nutzen, allerdings für viele Verlage als Holzweg. Denn mit der Sichtbarkeit ihrer Inhalte schwindet zwangsläufig auch die ersehnte Reichweite auf Facebook. Berichten zufolge verzeichnen erste Medienhäuser einen Rückgang ihrer Reichweite bei Facebook.

„Publishern und Firmen steht es frei, Facebook zu verlassen, wenn sie das Gefühl haben, dass es nicht gut für sie ist.“ – Campbell Brown, Head of news partnerships bei Facebook

Facebook gibt sich siegessicher, denn der Mediengigant sitzt am längeren Hebel, auch wenn er die Verlagswelt nicht zum ersten mal gegen sich aufbringt. Das Leiden der Verlage hat eine Vorgeschichte…

Instant Articles: große Versprechen, große Enttäuschung.

Seit der Einführung von “Instant Articles” im Jahre 2015 bietet Facebook Verlagen die Möglichkeit, Inhalte direkt auf Facebook zu hosten, die dann für. Damit, so Facebook, könnten die Verlage neue Nutzergruppen erschließen. Und in der Tat gibt es Medienhäuser, die auf diese Weise ihre Reichweiten erhöhen und ihre Marken stärken konnten. Facebook veröffentlichte Anfang 2017 dazu einige Beispiele von europäischen Medien, die zeigen, dass Instant Articles vor allem beim Erschließen neuer, ausländischer Märkte, in Ländern mit schlechter Internet-Infrastruktur und beim Markenaufbau hilfreich ist.

Bei großen, etablierten Medienmarken greifen diese Vorteile allerdings nur bedingt. Denn Ihr Hauptproblem ist nicht die Reichweite, sondern die Verwandlung von Lesern in zahlende Kunden. Und dazu trägt Instant Articles, wie das Beispiel der New York Times zeigt, nicht bei. Der US-amerikanische Verlag stieg im April 2017 bei Instant Articles aus, ebenso wie der Cosmopolitan und Forbes sowie die britische Traditionszeitung The Guardian. Seit dem gilt  Instant Articles als Distributed-Content-Modell in vielen Medienhäusern als gescheitert.

Den Vorteilen, die sich den Verlagen bieten, stehen eine Reihe von Nachteilen gegenüber.

Vorteile von Distributed Content

  • Hohe Reichweite
  • Monetarisierung durch Anzeigen innerhalb der Plattformen
  • Zugang zu neuen Zielgruppen
  • Steigerung der Markenbekanntheit

Nachteile von Distributed Content

  • Abhängigkeit vom Anbieter
  • Werbeeinnahmen meist niedriger als auf eigener Website
  • Nicht alle Anbieter bieten Werbemöglichkeiten an
  • Keine eigenen Daten und Erkenntnisse zur Content-Nutzung
  • Kein direkter Zugang zum Publikum
  • Keine Effekte für den Traffic auf der eigenen Website
  • Kein Einfuss auf Darstellung des Content

Quelle: Contiago Whitepaper

Besonders kleinere Medienhäuser laufen Gefahr, in eine Abhängigkeit zu geraten, wenn sie alles auf Facebook & Co. setzen. Wenn Facebook, wie jetzt geschehen, neue Algorithmen einführen, die Verlagsinhalte gegenüber den Inhalten von Nutzern schlechter stellt, ist der Schaden groß.

Was Verlage daraus lernen sollten

Statt sich blind in die Abhängigkeit von Facebook & Co. zu begeben, sollten Verlage nach neuen Wegen suchen, ihre Marke und ihren eigenen Vertrieb zu stärken. Das setzt voraus, sich dem Wert des eigenen Content wieder bewusst zu werden. Denn vor allem “Evergreen Content” lässt sich auch ohne die Unterstützung von Mediengiganten zu Geld machen, wenn es gelingt, eigene Vertriebskanäle zu etablieren. Einen solchen Vertriebsweg bietet das Lizensieren von Content, mit dem Verlage vor allem im Business-to-Business neue Märkte erschliessen können. Grundsätzlich sollten Verlage immer verschiedene Vertriebskanäle – eigene und fremde – kombinieren, um ihren Erfolg auf mehrere Standbeine zu stellen.

Mehr zum Thema Content Licensing erfahren Sie hier.

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Content as a Service: Inhalte abonnieren statt selbst erstellen

Content as a Service

Wie Unternehmen ihre Webseite mit professionellen Inhalten aktuell halten können, ohne viel Zeit und Geld in die Content-Produktion investieren zu müssen: Content as a Service

Wer als Unternehmen heute seine Zielgruppen erreichen und überzeugen will, braucht hochwertige Inhalte. Platte Werbesprüche werden von den Konsumenten kaum noch wahrgenommen. Diese suchen vielmehr nach aktuellen Informationen, die Antworten auf ihre Fragen und Probleme liefern, und das bevorzugt im Internet. Viele Unternehmen haben dieses Bedürfnis erkannt und setzen in ihrer Kommunikation daher auf Content Marketing: 55 % aller Unternehmen nutzen diesen inhaltsgetriebenen Ansatz bereits heute, bis 2018 werden es 80% sein.

Was ist Content Marketing?

Beim Content Marketing geht es darum, dem Empfänger Inhalte anzubieten, die informieren, unterhalten und weiterhelfen. Das können Fachartikel, Ratgebertexte, Videos oder Whitepaper sein. Entscheidend ist, dass die Inhalte dem potenziellen Kunden einen Mehrwert bieten. So nimmt er das Unternehmen als Experten wahr und baut Vertrauen zu ihm auf.

Guter Content rentiert sich

Hochwertiger Content macht sich für ein Unternehmen mehrfach bezahlt. Einerseits kann dadurch die eigene Webseite im Netz leichter gefunden werden, denn Google belohnt guten und aktuellen Content mit einem besseren Ranking in den Suchergebnissen. Andererseits animieren gute Inhalte den Nutzer dazu, der Webseite treu zu bleiben, was letztlich zu einer höheren Quote bei der Leadgenerierung führt: Loyale Besucher abonnieren zum Beispiel den Newsletter und werden so zu Leads und schließlich zu Kunden. Ein weiterer Vorteil ist der positive Imagetransfer auf die Marke. Durch nützliche Ratgeberthemen und Insidertipps positioniert sich das Unternehmen als Experte und kann sich so besser von seinen Wettbewerbern abgrenzen.

Fehlende Ressourcen für die Content-Produktion

Viele Unternehmen haben jedoch nicht die finanziellen und personellen Möglichkeiten, um regelmäßig eigene Inhalte zu veröffentlichen. In einer Studie des Content Marketing Institutes nennen Unternehmen mangelnde Zeit (69 Prozent) und fehlende Möglichkeiten, ausreichend Content zu produzieren (55 Prozent) als die größten Herausforderungen beim Einstieg ins Content Marketing. Die Alternative besteht für die meisten darin, die Content-Produktion an externe Dienstleister auszulagern. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn häufig große Mengen an Content benötigt werden. Der Vorteil einer Agentur liegt vor allem in ihrer Flexibilität, der hohen Qualität der Texte sowie der externen Sichtweise, die neue Ideen bringt. Doch gerade kleinere Unternehmen können sich eine Agentur oft nicht leisten. Sie wenden sich dann einer der vielen Textplattformen im Internet zu, auf denen günstige SEO-Texte angeboten werden. Doch was sie hier bekommen, ist meist schlecht recherchiert, lieblos getextet und bietet keine Mehrwerte für die Leser.

„Content as a Service“ als Alternative: Verlagsinhalte einfach abonnieren

Wie kommen Unternehmen dennoch regelmäßig an guten Content für ihre Website ohne spezielles Personal einzustellen oder eine Agentur zu beauftragen? Eine Möglichkeit ist, Content zu „abonnieren“. Das Modell nennt sich auch „Content as a Service“ (CaaS) und wird unter anderem von der Contiago AG angeboten. Über solche Content-Abos können Unternehmen ganz einfach auf redaktionelle Inhalte von verschiedenen Verlagen zugreifen und diese in wenigen Schritten auf der eigenen Internetseite veröffentlichen.

Einfaches Handling spart Zeit und Geld

„Content as a Service“ eignet sich besonders für kleine und mittelständische Unternehmen, die nicht über ausreichende Ressourcen verfügen, um ihre Website selbst regelmäßig mit Inhalten zu füllen. Sie erhalten über Contiago unkompliziert und bezahlbar Zugriff auf professionell erstellten Content. Sie wählen einfach die zu ihrer Branche passenden Geschichten und News aus und binden sie über ein Plugin in die eigene Internetseite ein – und das ganz ohne langwierige Lizenzverhandlungen. Denn um die rechtlichen Fragen, die Verwaltung der Lizenzen und deren Abrechnung kümmert sich Contiago. Da es eine große Anzahl an Content-Abnehmern gibt, kann der einzelne Feed dabei günstig angeboten werden.

In einem Video zeigt Contiago, wie „Content as a Service“ funktioniert und wie schnell Unternehmen damit ihre Internetseite aktualisieren können.

Die Vorteile des Modells auf einen Blick:

  • Bestehende Webseiten und CMS-Systeme lassen sich weiter nutzen, sie werden einfach über ein Plugin an die Plattform angebunden.
  • Die Online-Präsenz wird durch professionell erstellte und endkundenrelevante Verlagsinhalte aufgewertet.
  • Das weckt die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden und baut Vertrauen auf.
  • Die Auswahl und Übernahme der Beiträge gestaltet sich einfach: Über die klar strukturierte und intuitiv nutzbare Oberfläche können auch ungeübte Nutzer leicht arbeiten.
  • Es sind keine Hardware- oder Software-Investitionen nötig, da es sich um eine webbasierte Lösung handelt.
  • Content as a Service ermöglicht einen kostengünstigen Einstieg ins Content Marketing.
  • Eigene Meldungen können schnell und einfach zusätzlich erstellt werden.

Hier erfahren Sie mehr über Contiago und wie kleine und mittelständische Unternehmen von Content as a Service profitieren können.