Themenportale für Unternehmen – die Antwort auf den Content-Shock

Contiago Blog: Themenportale für Unternehmen - die Antwort auf den Content-Shock. Bildinfo: Georgejmclittle/shutterstock.com

Wie auch kleine und mittlere Unternehmen mit dem richtigen Mix aus eigenem und lizensiertem Content zum Dreh- und Angelpunkt in ihrer Branche werden können.

Zehntausende Produktmanager in Deutschland versuchen täglich, ein Produkt oder eine Produktgruppe zu managen und am Markt zu platzieren. Ein paar von ihnen dürfen sich – wie schön für sie – um die Vermarktung von Luxusautos kümmern. Andere besprechen farbenfrohe Verpackungen für innovative Kosmetik auf biologischer Basis. Und wieder andere sitzen vielleicht vor einem Berg Schrauben – ein Produkt, das weit weniger „sexy“ als ein Luxusschlitten ist und damit ganz anderes Marketing benötigt. Und was für den einen die Schrauben sind, sind für den anderen Desinfektionsmittel, Abflussrohre oder Pflastersteine.

Auch Firmen, die solche – zwar unverzichtbaren, aber eher emotionslosen und langweiligen – Produkte herstellen, bewerben diese mit mehr oder weniger ansprechenden Texten im Internet. Denn Content gilt ja als King! Das ist per se schon nicht einfach, wenn sich die Schrauben nur im Kopf und der Länge unterscheiden oder die Desinfektionsmittel nur in der chemischen Formel. Trotzdem wird fleißig weiter geworben. Und so wachsen die Datenmengen bis zum Jahr 2020 auf geschätzte 40 Zetabytes an. Eine Zahl mit beachtlichen 21 Nullen!

Immer mehr Content bringt immer weniger

Immer öfter passiert nun das, was viele ahnen, aber niemand wahrhaben will: Der potenzielle Endkunde sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht – je mehr Content Unternehmen produzieren, desto mehr verschwinden all diese Infos tiefer und tiefer im Blätterwald. Zurück bleibt nur das sprichwörtliche Rauschen und nicht selten ein ob der Datenfülle total überforderter Kunde. Der macht dann am Ende resigniert das, was genau nicht passieren sollte: Er wendet sich ab und kauft seine Schrauben oder sein Desinfektionsmittel in China – bestenfalls sogar noch billiger. Die Folge: Anbieter hierzulande wollen mit aller Macht wieder wahrgenommen (und gekauft) werden und produzieren noch mehr Content. Ein Teufelskreis.

Die Lösung liegt hinter dem Tellerrand

Hat das Marketing mit Content deshalb ausgedient? Oder gibt es Lösungen, die helfen, der Datenflut Herr zu werden und an Sichtbarkeit zu gewinnen? Die gute Nachricht vorweg: Es gibt sie – wenn man den Mut hat, Marketing neu zu denken und sich von Partnern unterstützen lässt, die sich mit Content auskennen. Die Herausforderung besteht darin, Themenwelten zu schaffen, die sich inhaltlich nicht um Produkte, sondern um Kernkompetenzen und das fachliche Know how eines Unternehmens drehen. Genau so gelangt der Kunde nämlich zu einer Überzeugung und am Ende zu einer Kaufentscheidung: Die können das. Denen nehme ich das ab. Die sind glaubwürdig. Möglichkeiten dafür gibt es einige: Vom werbefreien Fachartikel zu Themen, die potenzielle Kunden bewegen, über praktische Anleitungen und Marktstudien, bis hin zu gut recherchierten Erfahrungsberichten und tagesaktuellen Nachrichten.
Das Besondere: Wo früher Werbephrasen dominierten, werden Themen besetzt und aus der Fülle verschiedenster Inhalte entstehen Themenwelten. So wird aus der Schraube z.B. das zentrale Element sicherer Maschinenanlagen oder komplexer Bauwerke. Das Produkt wird zur Lösung und aus dem Blog eines Unternehmens ein Themenportal, das man gerne regelmäßig besucht. Wie ein solches Themenportal in die Online-Kommunikation eines Unternehmens eingebunden werden kann, zeigt die folgende Skizze.Contiago Grafik-Themenwelten

Guten Content einfach mieten, statt selber produzieren

Doch woher soll ein KMU mit dünner Personaldecke die Inhalte für ein Themenportal hernehmen? Soll der Produktmanager knackige Artikel zur Geschichte deutscher Werkzeugkunst selber schreiben? Angereichert um Daten und Fakten, die seine Inhalte für den Leser interessant machen? Wohl eher nicht! Denn wozu gibt es die Möglichkeit, Inhalte von denen zu beziehen, die etwas von Content verstehen? Was früher ein „Pressespiegel“ war, könnte heute der „Newsfeed“ auf einer Unternehmensseite sein. Mit lizensierten Informationen, die beispielsweise von namhaften Fachverlagen stammen und das eigene Content-Angebot regelmäßig um aktuelle und fachlich hochwertige Inhalte bereichern.

Beispiel: Vom Schraubenhandel zum Bauportal

Potenzielle Kunden bekommen dann neben wohl dosierten Produktinfos zu den Schrauben in erster Linie wertvolle Informationen rund um das Thema „Bauen“. Angefangen bei Forschungen aus Organisationen wie z.B. dem Fraunhofer Institut zu neuen Meta-Materialien, die erkenntnisreiche Infos für Planer und Ingenieure bieten. Auch könnten Wirtschaftsmeldungen oder spannende Reportagen rund um Bauprojekte, in denen das eigene Produkt Anwendung findet, den Besuch der Website interessant machen. Das bedeutet gleichzeitig auch Vorteile in Sachen Suchmaschinenoptimierung (SEO). Denn die inhaltliche Qualität der Texte zählt bei Google & Co. inzwischen mehr als die Anzahl der Keywords. Unternehmen können all diese Informationen aus der Baubranche einfach abonnieren und innerhalb ihrer Themenwelten für potenzielle Kunden, aber auch für Journalisten, Partner und sonstige Interessengruppen zusammenstellen.

 

Fazit

Content Marketing geht in die nächste Runde: ein immer weiter wachsendes Überangebot von Inhalten im Internet zwingt Unternehmen dazu, umzudenken und Themen zu besetzen, statt ihre Produkte und Leistungen vordergründig zu bewerben. Die Herausforderung besteht darin, hochwertigen Content in Themen-Portalen für die Kunden zu einem attraktiven Angebot zusammenzustellen. Passende Fachinformationen und relevante Inhalte von Verlagen lassen sich sehr einfach und kostengünstig über Contiago lizensieren.

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Contiago Team