Warum Verlage beim Content-Vertrieb auf die eigenen Kanäle setzen sollten

Qualitätsmedien
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Neueste Studien zeigen: Qualitätsmedien sind gefragt und genießen in der Bevölkerung mehr Vertrauen als Social Media. Das sind gute Nachrichten für Verlage und ein weiteres Argument dafür, dass sie den Ausbau der eigenen Vermarktungskanäle vorantreiben sollten.

Im Zeitalter von Fake News besinnen sich die Leser wieder auf die klassischen Medienmarken: Laut der Studie „In News We Trust“ setzen 75 Prozent bewusst auf hochwertige Originalquellen, um aktuelle Nachrichten zu erhalten. Sie vertrauen diesen Medien mehr als anderen Kanälen. Das zeigt auch das vor kurzem veröffentlichte Edelman Trust Barometer 2019: 68 Prozent der Deutschen bringen demnach den traditionellen Medien und deren Online-Ablegern deutlich mehr Vertrauen entgegen als den sozialen Medien oder rein digitalen Medien.

Für Medien, die auf Qualitätsjournalismus setzen, sind dies gute Nachrichten. Denn mit dem Vertrauen steigt auch die Bereitschaft der Leser, für Content zu bezahlen. Das nährt die Hoffnung, dass sich mit redaktionellem Content im digitalen Zeitalter doch noch Geld verdienen lässt. Und damit wird auch deutlich, wo es sich für Verlage zu investieren lohnt: in journalistische Kompetenz, in die Stärkung der Marke und in den gezielten Ausbau der eigenen Vertriebskanäle.

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Abbildung: Der Vertrauensvorsprung der traditionellen Medien gegenüber Social Media liegt in Deutschland über dem europäischen und nordamerikanischen Durchschnitt (Quelle: Editorial Media)

Facebook & Co. haben als Vertriebskanal enttäuscht

Noch vor wenigen Jahren hatten viele Medienhäuser geglaubt, Social Media wäre der Content-Vertriebskanal der Zukunft. Hoffnung setzt man vor allem in die Facebook-App „Instant Articles”, die dem Nutzer personalisierte Inhalte mit kurzen Ladezeiten liefert und den Verlagen hohe Reichweiten versprach. Doch diese Hoffnungen wurden vielfach enttäuscht. Zwar konnten einige europäische Medien damit ihre Reichweite steigern, zur Umwandlung von Lesern in zahlende Kunden aber – und darum geht es den meisten Medienhäusern – trägt Instant Articles kaum bei.

Das zeigt das Beispiel New York Times, die als einer der ersten Verlage wieder bei Instant Articles ausstieg. Mittlerweile sind zahlreiche andere gefolgt, und das Modell Distributed-Content gilt in Fachkreisen als gescheitert. Grund dafür ist nicht nur die schwache Monetarisierung, sondern auch der Daten- und Kontrollverlust, der mit dem Vertrieb über fremde Kanäle verbunden ist. Denn Verlage verlieren den direkten Zugang zu ihrem Publikum, sie haben keine Kontrolle darüber, wie ihre Inhalte dargestellt werden und sie können die Nutzung ihres Content nur eingeschränkt analysieren.

Mehr über die Vor- und Nachteile von Distributed Content, Digitalkiosken und anderen Erlösmodellen erfahren Sie in unserem Whitepaper:
„Neue Erlösmodelle für Fachverlage“

Vermarktung über eigenen Content-Shop

Mangelndes Vertrauen der Nutzer in Social Media, schlechte Monetarisierung, Verlust von Kontrolle, kein Einblick in die Content-Nutzung – es spricht also einiges gegen externe Kanäle in der der Content-Vermarktung. Innovative Medienhäuser wie die Ebner Media Group setzen deshalb zunehmend auf eigene Content-Shops. Sie bieten drei wesentliche Vorteile:

  1. Sie dienen als zentraler Verkaufsort für Produkte unterschiedlichster Art: von Print-Abos über Einzelhefte, digitale Downloads und Newsfeeds bis hin zu Veranstaltungstickets.
  2. Die Shop-Produkte lassen sich in den verschiedenen Portalen oder Newslettern des Verlags gezielt bewerben. Dabei können Algorithmen in Echtzeit genau die Botschaft anzeigen, die zum gerade genutzten Inhalt passt. Das steigert das Cross-Selling.
  3. Im eigenen Shop kann der Verlag selbst entscheiden, was er wann, wo und wie anbietet. Er kann die Preise an der Nachfrage orientieren, Angebote zu bestimmten Zeiten in den Vordergrund rücken und die Produktdarstellung so optimieren, dass die beste Conversion erreicht wird.

Das heißt: Ein eigener Content-Shop ermöglicht Verlagen, die Kontrolle über ihre Inhalte und ihre Daten zu behalten und sie für personalisierte Angebote einzusetzen. So können sie die Customer Experience verbessern und Cross-Selling-Potenziale nutzen.

Cloud-basierte Shop-Software von Contiago

Wer einen eigenen Content-Shop aufbauen will, sollte auf Systeme zurückgreifen, die speziell für Verlage entwickelt wurden und über die Cloud genutzt werden können. Sie sind ohne hohe Investitionen schnell einsatzbereit. Contiago bietet eine Plattform, mit der Verlage mit wenigen Klicks einen eigenen Shop einrichten können. Der Content, den die Verlage einspeisen, wird dabei nicht nur im Shop, sondern als auch in der Contiago Content Lounge, dem B2B-Marktplatz für digitalen Content, veröffentlicht – ohne zusätzliche Kosten. So werden zwei Vertriebswege gleichzeitig genutzt, was noch mehr Reichweite bringt.

Quellen und weitere Informationen:

Der Shop-zentrierte Verlag – Ein Artikel von Gerrit Klein im Magazin DNV

Warum Verlage jetzt auf Content Licensing setzen sollten

Das B2B Content Licensing Angebot von Contiago für Verlage

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